SPD informiert sich auch in der GS am Schildberg

Antrag auf Ganztagsschule zum Schuljahr 2012/2013 gestellt / Probleme bei der Nachmittagsbetreuung

Seesen (bo). Nach Besuchen der SPD-Fraktion in den Grundschulen Jahnstraße und Münchehof informierten sich die Sozialdemokraten am Montag in der Grundschule am Schildberg, die gleichfalls einen Antrag auf Einführung der „Ganztagsschule“ zum Schuljahr 2012/13 gestellt hat. Jetzt wartet man auf die Genehmigungsbescheide durch die Landesschulbehörde.
Schulleiterin Martina Starke und die Vertreterin des Schulelternrates, F. Weinhage, wiesen zu Sitzungsbeginn noch einmal darauf hin, dass es sich bei dem Angebot um eine Betreuung der Schülerinnen und Schüler an drei Werktagen bis 15.30 Uhr handele. In der Zeit nach den regulären Schulstunden gäbe es die Möglichkeit, an einem Mittagstisch und anschlie­ßend an Betreuungsangeboten teilzunehmen. Zusätzlicher Unterricht durch Lehrkräfte werde nicht erteilt. Bei Antragstellung hätten alle Schulen ausdrücklich auf zusätzliche Lehrkräfte (beziehungsweise Lehrerstunden) verzichten müssen.
Bekanntlich fordere die Niedersächsische Landesregierung für die Genehmigung der „Ganztagsschulen“ von den Schulträgern (hier: die Stadt Seesen) die Übernahme aller Kosten für bauliche, sächliche und weitere Aufwendungen in erheblicher Höhe. Und die Schulen müssen sich damit einverstanden erklären, keine zusätzlichen Lehrerstunden für die „Nachmittagsbeschulung“ zu verlangen.
Die Herausforderung bestehe nun unter anderem darin, die erforderlichen Zusatzangebote an den Nachmittagen kostengünstig zu organisieren. Dabei sei bislang nicht geklärt, wer welche Aufgaben übernehmen kann.
Bei einem gemeinsamen Rundgang durch das Schulgebäude wurden von der Schulleiterin die Anforderungen an den Nachmittagsbetrieb und mögliche Umsetzungsvarianten vorgestellt. Martina Starke erläuterte weiter, welche baulichen Maßnahmen und andere Raum- und Ausstattungsanforderungen einzuhalten seien.
Die SPD-Fraktion sicherte ihre Unterstützung auch in Bezug auf die Einstellung notwendiger finanzieller Mittel in den städtischen Haushalt zu. „Die einzustellenden Mittel müssen so bemessen sein, dass der Start der „Ganztagsschule“ erfolgreich sein kann“, unterstrich Fraktionsvorsitzender Diet­rich Krause. „Die SPD-Fraktion wird dies für den nächs­ten Haushalt jedenfalls beantragen.“
Direkt nach der Besichtigung der Grundschule in Münchehof hatte die SPD-Fraktion bereits den Antrag gestellt, den Schulausschuss, der bislang leider nicht in die aktuellen Planungen eingebunden wurde, umgehend einzuberufen. Es gehe jetzt darum, den Schulen Planungssicherheit zu geben. Und zwar hinsichtlich der baulichen Maßnahmen, der Übernahme von Sachkosten und hinsichtlich der Fragen, wer die Organisationsaufgaben für die Nachmittagsbetreuung und die Betreuung selbst übernehmen soll. Gerade der letzte Punkt wird von der SPD als nicht einfach lösbar eingeschätzt.