SPD will Schäferhofbrücke mit ILEK-Mitteln erhalten

Seesen (bo). Die SPD-Fraktion beschäftigte sich in ihrer Sitzung am Montag erneut mit der Frage, wie die unter Denkmalschutz stehende Schäferhofbrücke in Bornhausen erhalten werden kann. Grundsätzlich solle die mögliche Gewährung von ILEK-Mitteln nicht durch vorzeitige bauliche Eingriffe gefährdet werden. Fraktionsvorsitzender Dietrich Krause: „Alle Fraktionen im Rat haben seinerzeit den Verwaltungsvorschlag zur Beantragung von ILEK-Mitteln auch für die Schäferhofbrücke abgesegnet. Die SPD-Fraktion will die Chancen auf entsprechende Förderbeträge nicht durch voreilige Maßnahmen verspielt sehen.“
Es sei nicht nachvollziehbar, wenn die Verwaltung jetzt den eigenen ILEK-Antrag durch Überlegungen zum Abriss der Brücke konterkariere.
Auch der Vorschlag der derzeitigen Ratsmehrheit, die Brücke in mehreren Schritten abzutragen und in eine schmalere Fußgängerbrücke umzugestalten, sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht nachvollziehbar. Denn auch durch diese Baumaßnahmen würden die Zuschüsse aufs Spiel gesetzt. Die SPD-Fraktion hält deshalb an der ursprünglichen Antragstellung fest, um für die Sanierung ILEK-Mittel zu erhalten. Die Verwaltung solle gebeten werden, sich für eine forcierte Bewilligungsentscheidung einzusetzen.
Vorliegende Gutachten gingen davon aus, dass 417.000 Euro für den Abriss und einen Wiederaufbau der Brücke mit ähnlichem Erscheinungsbild erforderlich sind. Selbst eine einfachere Fußgängerbrücke solle noch Kosten von rund 230.000 Euro verursachen. Aus Mitteln des städtischen Haushalts seien derartige Summen jedenfalls nur äußerst schwer zu schultern. Die SPD appelliert daher an die derzeitige Ratsmehrheit, die Prüfung der Zuschussgewährung abzuwarten und damit nicht auf Fördermittel zu verzichten.