Spende für die AKIT-Flüchtlingshilfe

Der Scheck über 650 Euro vom Familienkreis der katholischen Kirche Maria Königin kommt der AKIT-Flüchtlingshilfe zugute.

Familienkreis der katholischen Kirche übergibt Scheck an Ludmila Heilmann / Unterkünfte für Asylbewerber gesucht

Der Familienkreis der katholischen Kirche Maria Königin richtete kürzlich einen Kinderkleiderbasar im Pfarrheim aus, der sehr gut angenommen wurde. Insgesamt kamen an diesem Tag 650 Euro zusammen. Dieser Erlös kommt der Flüchtlingshilfe des Arbeitskreises Integrations-Treff (AKIT) Seesen zugute. Am vergangenen Dienstag trafen sich einige Mitglieder des Familienkreises mit Ludmila Heilmann, Integrationsbeauftragte der Stadt und Leiterin des AKIT, im Pfarrheim zur Scheckübergabe.
„Wir sind wirklich sehr froh, dass der Basar so gut besucht war und wir mit den 650 Euro Flüchtlingen helfen können”, so Stephanie Notzon vom Familienkreis. Auch Ludmila Heilmann zeigte sich äußerst dankbar: „Wir können das Geld wirklich gut gebrauchen.” Beim AKIT (Arbeitskreis Integrationstreff) trifft sich seit November vergangenen Jahres regelmäßig eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Ludmila Heilmann, die sich mit einem Patenschaftskonzept im Rahmen der Flüchtlingsarbeit beschäftigt. Der Grundgedanke ist dabei, Ehrenamtliche für die Betreuung und Begleitung von Flüchtlingsfamilien zu finden und zu vermitteln. Das kann Orientierungshilfe in der neuen Heimat, Unterstützung beim Kontakt mit Ämtern oder auch Sprach- und Nachhilfeunterricht sein. In diesem Zusammenhang wurde von der Gruppe ein Fragebogen konzipiert und verteilt. Der Rücklauf zeigt, dass die Hilfsbereitschaft in Seesen sehr groß ist: Schon mehr als 50 Freiwillige, darunter zehn Dolmetscher, haben sich auf diesem Wege zur Verfügung gestellt. Nun gilt es, die Aufgaben in der Flüchtlingsbetreuung auf die Anbieter zu verteilen und quasi die Hilfsangebote zu vermitteln. In der nächsten Zeit werden alle, die sich gemeldet haben, zu Treffen eingeladen. Zusätzlich wird die Koordinierungsstelle für Migration des Landkreises eine Fortbildung für die zukünftigen Paten hier in Seesen durchführen.
Schon seit Mai dieses Jahres organisiert die Arbeitsgruppe jede Woche das sogenannte Montagscafé, zu dem Flüchtlinge eingeladen sind, um bei Kaffee und Gebäck sich auszutauschen, eventuelle Fragen zu klären und dabei die deutsche Sprache zu trainieren.
An zwei Vormittagen in der Woche bietet der Arbeitskreis Deutschsprachförderung an. Hier geht es nicht um professionelle Sprachkurse, sondern eher um die Vermittlung von Basics zur Bewältigung des Alltags, beziehungsweise um die Festigung des bereits Erlernten.
Allerdings ist die Gruppe der Flüchtlinge in Seesen im Vergleich zu benachbarten Städten noch recht klein. Es sei jedoch laut Ludmila Heilmann sehr wahrscheinlich, dass auch hier noch etliche Menschen aus Kriegsgebieten eintreffen werden, denen möglichst schnell geholfen werden müsse. Wer eine Wohnung als Mietobjekt anbieten oder anderweitig Angebote hinsichtlich der Flüchtlingsunterbringung machen möchte, kann sich an Ludmila Heilmann unter der Telefonnummer (0151) 53832632 wenden.
Informationen zu diesem Thema sowie Adressen der Institutionen, die in Seesen mit der Betreuung von Flüchtlingen betraut sind, gibt es unter dem Stichwort AKIT-Flüchtlingshilfe auf der Internet-Seite der Stadt Seesen. So vermittelt beispielsweise auch die Ehrenamtsbörse Freiwillige, die sich für Flüchtlinge einsetzen, an den AKIT.