Spielend forschen und experimentieren

Der Forscherraum: spielerisch und handwerklich gehen die „Forscher“ ans Werk.
 
Bürgermeister Erik Homann, Kiga-Leiterin Renate Hanelt (von links), Stephanie Ehlert, Andrea Wolf, Klaus Berghöfer und Stephanie Bindig-Reichhardt bei der feierlichen Zertifizierung. (Foto: Truderung)

Kindergarten Am Spottberg zertifiziert als „Haus der kleinen Forscher“

Forschen, Experimentieren und Entdecken hat seit jeher die Grenzen des Machbaren und der Fantasie neu definiert. Ohne den Forscherdrang hätte Christoph Kolumbus nicht Amerika entdeckt und Neil Armstrong nicht als erster Mensch den Mond betreten.

Dem Unbekannten mit Neugier zu begegnen – genau das wurde den Menschen in die Wiege gelegt. Was könnte also besser sein, als den Forscherdrang schon von klein auf zu entwickeln?
Für ihr kontinuierliches Engagement der Förderung früher Bildung im Bereich Naturwissenschaften, Mathematik und Technik erhielt am vergangenem Donnerstag der Seesener Kindergarten Am Spottberg offiziell den Status als zertifiziertes „Haus der kleinen Forscher“. Es handelt sich hierbei um eine gemeinsame Initiative des Netzwerks BBS-Goslar Baßgeige/Seesen und der gemeinnützigen Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Kinder werden durch geschulte Fachkräfte zum Forschen und Experimentieren ermuntert. Dies soll bereits im Kindesalter eine alltägliche Begegnung mit naturwissenschaftlichen, mathematischen und technischen Themen ermöglichen.
Überreicht wurde die offizielle Plakette zur Zertifizierung durch Stephanie Bindig-Reichardt vom lokalen Netzwerk der BBS Goslar Baßgeige/Seesen an die Leiterin der Kindertagesstätte, Renate Hanelt, und ihre Kolleginnen Andrea Wolf und Stephanie Ehlert. Renate Hanelt sprach ihren ausdrücklichen Dank an „ihre Mädels“ aus. „Andrea Wolf und Renate Ehlert haben durch ihr Engagement und kontinuierliche Fortbildungen, den Weg für die drei Jahre andauernde Zertifizierung bereitet.“
Einige Gäste waren zur feierlichen Zertifizierung auch eingeladen. So war Klaus Berghöfer vom Edeka-Neukauf in seiner Funktion als Sponsor des KiGa Am Spottberg anwesend. Er zeigte sich begeistert von dem ganzen Konzept. „Ich finde das toll, dass Kinder bereits in dem Alter spielerisch das Forschen erlernen können.“
Die beiden anderen Sponsoren, Vertreter von der Sehusa Apotheke und Hagebaumarkt Seesen waren terminlich verhindert. Natürlich war auch Bürgermeister Erik Homann bei diesem wichtigen Ereignis zugegen. „Auch ich bin begeistert über dieses wegweisende Projekt, das hier ‘in aller Stille’ vorbereitet wurde. Es ist ein bedeutender Gewinn für die Entwicklung der Kinder.“
Manch einer mag sich jetzt fragen, wie die Kinder denn nun an das Forschen und Experimentieren herangeführt werden? Im KiGa Am Spottberg ist eigens dafür ein sogenannter „Forscherraum“ eingerichtet worden. Hier können Kinder unter anderem ihr handwerkliches Geschick testen und spielerisch Gegenstände auseinanderbauen und andersartig wieder zusammensetzten.
Ein weiteres Experiment veranschaulichte Andrea Wolf anhand des „Farbmisch“-Experiments. Die Kinder weichen dabei farbliches Krepppapier in Wasser ein und mischen das gefärbte Wasser mit anderen Farben. Was passiert wenn Orange mit Blau gemischt wird? Welche Farbe kommt bei einer Mischung von Rot und Gelb zustande? Die Kinder vermerken ihre „Forschungsergebnisse“ in kleinen Mappen und sind so immer nachvollziehbar.
Wissen beginnt mit einer Frage. Ganz simple Fragen wie „Warum stehen uns manchmal die Haare zu Berge?“ oder „Warum haben wir unter Wasser Druck auf den Ohren?“ sind meist schon der erste Schritt zu neuen Erkenntnissen. Man darf gespannt sein, wieviele „unentdeckte“ Gipfelstürmer in Zukunft ihr Potenzial im KiGa Am Spottberg entdecken werden.