Sportler des Jahres 2013 nachträglich geehrt

Bürgermeister Erik Homann mit der ersten Herren des TC Seesen und der Sportlerin des Jahrs, Karina Sosanski.

TC-Tennis Herren, Karina Sosanski und Ernst Robert Pahl ausgezeichnet / Würdiger Rahmen wird gesucht

Nachgeholt wurde in dieser Woche die Ehrung der Sportler des Jahres 2013. Nachgeholt deswegen, weil es in diesem Jahr keinen Sportlerball in Seesen mehr gegeben hat und somit die obligatorische Ehrung der Sportlerinnen und Sportler nicht durchgeführt werden konnte. Bürgermeister Erik Homann hatte daher die vorgeschlagenen Sportler des Jahres zu einer kleinen Feierstunde in das Rathaus eingeladen.

Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr die erste Tennis-Herren des TC Seesen. 2012 fand sich die Aufstiegsmannschaft in der Konstellation aus bereits aktiven Spielern Sascha Jacobs und Max-Carlo Wenig mit den beiden Wiedereinsteigern aus dem Handball, Lars Nitsche und Karsten Krüger, zur neu formierten 1. Herren zusammen.
In der Saison davor schaffte man es mit Glück und Können, den Platz in der Bezirksklasse zu halten. Ein Saisonziel wurde in der neuen Formation nicht ausgerufen, insgeheim wollte die Mannschaft aber schon den Aufstieg in die Bezirksliga schaffen.
Durch den langen Winter gab es eine sehr kurze Eingewöhnungszeit, das erste Punktspiel war mehr oder weniger für alle das erste Match auf Sand. Dem Vorjahresabsteiger konnte der TC mit Hilfe von Josua Grabenhorst ein Unentschieden abtrotzen, ein Punkt, der noch schwer wiegen sollte. Wenn auch in den Einzeln überhaupt mal geschwächelt wurde, waren die Doppel immer eine Bank, in der ganzen Saison wurde bis zum letzten Spieltag kein Doppel verloren.
Über den Aufstieg entschieden wurde aber erst am letzten Spieltag in Rhüden, wo der TC mindestens einen Punkt benötigte, um Barum auch rechnerisch auf Distanz zu halten. Nach den Einzeln stand es 3:1 für den TC, da Karsten Krüger extra aus dem Urlaub angereist war, um den Aufstieg zu schaffen, konnte er nach dem Zwischenstand zurück an die Nordsee fahren und überließ Torben Kolle das Doppel sowie die Party danach.
Die beiden Doppel wurden allerdings verloren, somit waren die TCer punktgleich mit Barum und die Matchpunkte und Spiele gaben somit den Ausschlag für den Aufstieg des TC in die Bezirksliga. Insgesamt betrachtet war es eine geschlossene Mannschaftsleistung, die auf einem hohen Maß an Vertrauen und Zuverlässigkeit der Spieler auf und neben dem Platz beruhte.
Als Sportlerin des Jahres wurde Karina Sosanski geehrt. Die Leichtathletin vom MTV Seesen hat in ihrer Laufkarriere im vergangenen Jahr weitere bemerkenswerte „Highlights“ gesetzt. Im Jahr 2013 belegte sie zahlreiche erste Plätze bei diversen Laufveranstaltungen in der Region, so beispielsweise beim Nachtlauf in Hannover sowie den beiden Alststadtläufen in Goslar und Osterode.
Sportler des Jahes wurde  Ernst Robert Pahl vom RKV Pfeil Rhüden, der unter anderem Landesmeister wurde, allerdings bei der Ehrung im Rathaus aus beruflichen nicht zugegen sein konnte.
Bürgermeister Erik Hohmann lobte den Eifer der Sportlerinnen, die tolle Aushängeschilder für die Stadt Seesen seien. Der neuformierte Stadtsportring war mit seinem Vorsitzenden Andreas Kirsche sowie Schriftführerin Andrea Oelhoff vertreten, außerdem waren Andreas Melone und Sabine Wendt vom Ausschuss für Bildung, Kultut und Sport sowie mit Kerstin Engel die Vorsitzende des TC Seesen sowie der Abteilungsleiter des Fachbereichs Abteilung für Bildung, Dirk Lampe, zugegen.
Während auf die Sportler mit Sekt und Orangensaft angestoßen wurde, ließen der Stadtsportring sowie die Ausschussvertreter bereits durchblicken, dass die Ehrung der Sportler des Jahres 2014 höchstwahrscheinlich im Rahmen des Neujahrsempfanges 2015 durchgeführt werden soll. Allerdings wolle man sich insgesamt Gedanken machen, wie eine Wahl und Ehrung verdienter Sportler in Zukunft ausgestaltet werden könnte.
Mitziehen müssten allerdings auch die Vereine der Stadt Seesen, die zu ehrende Sportler auch vorschlagen müssten. Wenn dies – wie in der Vergangenheit oftmals passiert – nicht geschieht, könne auch keine Ehrung stattfinden.
Vielleicht sollten sich die Verantwortlichen mal in den Kommunen im Umkreis umhören. Im benachbarten Bad Gandersheim beispielsweise werden die verdienten Sportler im Rahmen einer Feierstunde im dortigen Kaisersaal ausgezeichnet. Das hat sich bewährt und kommt gut an.
Eine ähnliche Form in Seesen zu wählen wäre sicherlich besser als die jetzt im Nachhinein vorgenomme Ehrung. Neben den erwähnten Sportlern des Jahres gab es für die jetzt durchgeführte Ehrung nämlich keine weiteren Vorschläge. Und das kann sicherlich auch nicht im Sinne der Sportler sein, denn nicht zuletzt wissen sie am besten, dass nur Konkurrenz zu Topleistungen führen kann. Wer belegt schon gern den ersten Platz ohne Gegner?