Spritpreis auf dem Weg ins Guinness-Buch der Rekorde

Der Preis für einen Liter Super erreicht neue Höchstmarken. Foto: Jung

Die sonnabendliche „Buschtrommel" / Heute von Gerd Jung

Der Spritpreis ist auf dem Weg ins Guinness-Buch der Rekorde: Zum Teil an die 1,60 Euro – umgerechnet, und das macht nach der Währungsumstellung immer noch (fast) jeder Bundesbürger, sind das irrwitzige 3,20 Mark – musste der Autofahrer in Seesen am Freitag für einen Liter Super hinblättern. Angeblich sind die hohen Ölpreise schuld daran. Die Verlierer sind die „kleinen Leute“, die auf ihren fahrbaren Untersatz berufsbedingt nicht verzichten können, als Gewinner stehen die Energiekonzerne da, die im ersten Quartal Gewinne von 60 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum verbuchten. Den Benzinpreis-Machern gebührt die rote Karte, und die könnten die Vorharzstädter bereits am Sonntag (1. Mai) zücken: Einfach die „Kiste“ stehen lassen und per pedes (oder per Fahrrad) gen Steinway-Park pilgern, in dem der neue Baumprospekt vorgestellt und der Vogelwecker eingeweiht werden. Sabine Vollmers & Co. würden sich über eine große Resonanz sehr freuen. Wenn das mit der Auto-Abstinenz Schule macht, dann werden – wetten, dass? – die Benzinpreise purzeln.
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Jungs, das war Klasse: Es war der absolute Härte-Test für alle Feuerwehr-Leute. 420 Brand-Bekämpfer, darunter 22 Frauen, testeten beim Treppenhaus-Wettrennen im Hotel Park Inn ihre Grenzen aus. Sie erklommen in voller Einsatz-Montur (20 Kilo) alle 39 Etagen des Hochhauses am Alex. Oben klappte so manch ein Feuer-Held in sich zusammen. Erschöpft sinkt Sven Freyer (22) aus Königs-Wusterhausen auf die Knie, Helfer ziehen ihn an den Armen aus dem Zielbereich. Die 770 Stufen des Treppenhauses haben den Freiwilligen Feuerwehrmann geschafft: „Super-anstrengend!“, keucht Freyer, der jetzt in einer Ecke der Dachterrasse liegt. Team-Kollege Paul Brettschneider (22) ringt nach Atem: „Gleich gönnen wir uns ein frühes Feierabend-Bier – aber alkoholfrei!“ Durst löschen und die brennenden Muskeln entspannen: Danach sehnen sich alle Zweier-Teams, die Moderator Stephan Fleischer beim „1. Berlin Firefighter Stair Run“ in den 39. Stock gejagt hat. Im 30-Sekunden-Takt gibt er unten auf dem Alex die Start-Kommandos, verliest die Herkunftsorte der Wettkämpfer: Berlin, Köln, Krakau, Budapest, Kopenhagen, Rhüden, Herrhausen und Badenhausen. Am Ende schaffen Joachim Posanz und Alexander Meyer aus Göttingen mit 6,09 Minuten die beste Zeit. Die drittbeste Zeit erreichten Jörg Kappei (Herrhausen) und Magnus Hirschfeld (Rhüden). Fazit: Mit Willenskraft geht alles!