Stadt als attraktiven Einkaufsstandort erhalten

Der neu gewählte Heimbeiratsvorsitzende Günter Voß (links) und Heimleiter Thomas Hoffmann konnten zum Senioren-Stammtisch Bürgermeister Erik Homann (Mitte) begrüßen.

Bürgermeister bei Senioren-Stammtisch in Seniorenwohnanlage / Günter Voß neuer Heimbeiratsvorsitzender

Alle zwei Wochen montags, pünktlich um 15 Uhr, wird in der Wilhelm-Busch-Stube der Seniorenwohnanlage am Schildberg bei Kaffee und Kuchen angeregt über Themen aus Politik, Wirtschaft und Kultur geplaudert. Dann ist für die Heimbewohner und interessierte Gäste Stammtisch-Zeit. In den vergangenen Jahren hatte der kürzlich verstorbene Horst Heinecke dieser Runde als Gesprächsleiter seinen Stempel aufgedrückt. Nun hat Günter Voß dessen Nachfolge angetreten. Der 73-jährige Seesener wurde Ende Juli zum neuen Heimbeiratsvorsitzenden gewählt und führt nach kurzer Vakanz die Tradition des Senioren-Stammtisches fort. „Aktuelle Themen aus dem Seesener und Harzer Raum sollen künftig den Schwerpunkt bilden“, sagt Voß, der bei den Zusammenkünften auch Musikwünsche erfüllen und im Rahmen der Betreuung die bettlägerigen Heimbewohner regelmäßig besuchen möchte.
War Mitte August beim Start unter neuer Leitung der Ratsvorsitzende Jürgen Ebert zu Gast, so konnten Günter Voß und Heimleiter Thomas Hoffmann am Montag nun Verwaltungschef Erik Homann willkommen heißen. Der Bürgermeister informierte insbesondere über „die schwierige Situation“ in der Innenstadt. Sinkende Einwohnerzahlen, weniger Kaufkraft und ein geändertes Kaufverhalten – damit hätten alle kleineren Städte zu kämpfen. Kleinere Läden in Konkurrenz zu den großen Ketten könnten kaum überleben. „Wir können nur versuchen, Leerstände zu vermeiden und haben dabei nicht mehr die freie Wahl, wer hier ein Geschäft eröffnet“, sagte Homann. Im Blick auf den Abriss des ehemaligen Meinecke-Centers und den hier geplanten Neubau zeigte sich der Bürgermeister froh, „dass diese Lösung möglich geworden und die Ruine endlich verschwunden ist“. Damit beständen gute Chancen, die Stadt als attraktiven Einkaufsstandort zu erhalten. Was die von der Bevölkerung angesprochene mangelnde Informationspolitik angeht, so kündigte Erik Homann an, sich in einem Gespräch mit den Investoren für mehr Transparenz stark zu machen.