Stadtbücherei weiterhin auf Wachstumskurs

Wolfgang Riek begeisterte mit seinem „See-Fahrer-Programm“ rund 100 Schüler. (Foto: Archivfoto: Strache)

Ausleih- und Besucherzahlen auf Rekordniveau / Vorlesestunden verzeichnen Besucheransturm

Mit dem Geschäftsergebnis im abgelaufenen Jahr sind die Verantwortlichen der Stadtbücherei Seesen sehr zufrieden. Die Besucher- und Ausleihzahlen bewegten sich weiterhin auf einem hohen Niveau und konnten im Vergleich zum Jahr 2010 sogar noch gesteigert werden. Insgesamt wurden 83.050 Medien ausgeliehen. Das sind 10.289 mehr als im Vorjahr. Im Rahmen der Öffnungszeiten und der verschiedenen Veranstaltungen wurden insgesamt 32.261 Besucher gezählt.
Das Angebot der Bücherei umfasst inzwischen 26.889 Medien. Kinder- und Jugendbücher waren am meisten frequentiert. Zu den verschiedenen Titeln wurde über 25.000 Mal gegriffen. Auch Sachbücher und Belletristik hatten keine Probleme, die 10.000er-Marke zu knacken.
Die Audio-Visuellen Medien erfreuten sich auch großer Beliebtheit. Den Spitzenplatz belegten dabei die Hörbücher. Ingesamt wurden diese 10.859-Mal entliehen.
Im Besitz eines Benutzerausweises sind über 6.000 Personen. Als besonders erfreulich werten die Verantwortlichen die Neuanmeldungen. 247 Bürger beantragten im Jahr 2011 einen Benutzerausweis.
Die zahlreichen Veranstaltungen in der Stadtbücherei erfreuten sich auch großer Resonanz. So lockte beispielsweise die Ausstellung Synagoge und Tempel 65 Besucher in den Saal des Bürgerhauses.
Die szenische Lesung „Mark Twain“ wurde sogar von 100 Gästen besucht. Diese Zahl konnte der traditionelle Bücherflohmarkt noch deutlich übertreffen. Über 300 Besucher nutzten die Gelegenheit, im Bürgerhaussaal zu stöbern.
Anfang März begeisterte der Liedermacher Wolgang Rieck Vorschulkinder und Schüler aus vier Klassen. Feuer und Flamme waren die kleinen Zuhörer von den Geschichten und Liedern von der Seefahrt.
Die Lesung mit der Autorin Maria Eilers („Als ich nach Deutschland kam“), die in Zusammenarbeit mit der Integrationsbeauftragten der Stadt Seesen, Ludmilla Heilmann, organisiert wurde, fand Interesse bei 65 Besuchern.
Im April brachte der Zauberer Jan Gerken den Schülern von zwei Grundschulklassen Zauberbücher näher.
Und auch die Buchvorstellung mit Heike Winkler („Lila Lotta – Schleife ist doch puppenleicht“) konnte begeistern.
Eine Veranstaltung der besonderen Art war dann im Juni die Lesenacht in der Stadtbücherei, bei der eine vierte Klasse der Grundschule Jahnstraße in den Räumlichkeiten der Bücherei übernachtete.
An der Gestaltung des Ferienprogramms der Stadt Seesen war das Team der Stadtbücherei ebenfalls beteiligt. Unter anderem wurde ein Nachmittag gemeinsam mit den Landfrauen gestaltet oder ein Bücherstapel aufgebaut, bei dem rund 275 Kinder schätzen durften, um wie viele Bücher es sich handelt.
Im Zuge des Lesestartprojektes lud das Team der Bücherei zweimal eine Seesener Krippe ein und schaute sich mit den Kleinkindern Bilderbücher an.
Im September entführte Klaus-Peter Wolf zwei achte Klassen der Realschule in die Welt seines Buches „Ostfriesensünde“. Rüdiger A. Gläser war im Oktober Gast in der Stadtbücherei und stellte sein Buch „König der Schlangen“ rund 80 Besuchern vor.
Ebenfalls im Oktober stattete Ursula Nentwich im Rahmen der Vorlesestunde eine Stippvisite ab. Sie las aus dem Bilderbuch „Die Zahnputzfee“. Über 50 Kinder ließen sich diesen Spaß nicht entgehen.
Ende Oktober führten die Schildautaler durch eine mittelalterliche Turney. Die Stillen Hunde sorgten Anfang November mit dem Stück „Die kleine Raupe Nimmersatt“ für Begeisterung bei rund 100 Gästen. Die Kinder des Märchenprojektes von Heike Winkler stellten ihre Arbeiten dann im Dezember vor.
Besonders erfreut sind die Verantwortlichen der Stadtbücherei über den regen Zuspruch bei den wöchentlich stattfindenden Vorlesestunden. Insgesamt wurde das Angebot von 1.145 Kindern genutzt. Das sind 425 mehr als im Jahr 2010.
Besonders bedanken möchte sich das Team der Stadtbücherei bei allen Helfern, die die vielfältigen Veranstaltungen im vergangenen Jahr ermöglicht haben. Unter anderem haben das DRKGoslar, das Gesundheitsamt Goslar, die ehrenamtlichen Vorleser, die Landfrauen, die Pfandfinder und die Schildautaler zum großartigen Gelingen beigetragen.