Städtepartnerschaft kommt auch bei der Jugend an

Partnerschaftsverein Seesen – Wantage zieht Bilanz / Vorstand bestätigt und Programm 2012 skizziert

Seesen (poe). Der große „Durchbruch“ ist es sicherlich noch nicht. Doch die Erkenntnis, nach der das Interesse Jugendlicher an der Städtepartnerschaft Seesen-Wantage ganz offensichtlich wieder wächst, stimmte optimistisch. „Wenngleich die Einbindung junger Menschen nach wie vor eine Herausforderung darstellt, können wir mit der positiven Entwicklung durchaus zufrieden sein“, hieß es denn auch mit Blick auf die ausgebuchten Musikfreizeiten, die Vermittlung von Praktika und die verstärkte Teilnahme von Jugendlichen an den Fahrten. Aber nicht nur unter diesem Gesichtspunkt war es ein in jeder Hinsicht erfolgreiches Jahr, auf das der 2. Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins Seesen-Wantage, Hans-Werner Ohlsen, in Vertretung der 1. Vorsitzenden, Renate Pilarski, im Rahmen der jüngsten Mitgliederversammlung zurückblicken konnte.
Ohlsen, der die Mitglieder zum Auftakt der Zusammenkunft in den Räumen des „Hauses am Kurpark“ willkommen hieß, und der sowohl dem Gesamtvorstand, als auch den vielen engagierten Mitgliedern attestierte, die „Arbeit im Sinne der Festigung und des Ausbaus der Städtepartnerschaft mit Wantage auch im abgelaufenen Jahr wieder konsequent fortgesetzt zu haben“, erinnerte da zunächst noch einmal an die Präsenz des Vereins im Rahmen des letztjährigen Weihnachtsmarktes auf dem „Jacobsonplatz", er erinnerte aber auch an die Eröffnungsveranstaltung im Rahmen der Reihe „Kultur in Dosen“ vor dem Städtischen Museum.

„Miss Marple“ ein Schuss ins Schwarze

Als eine wertvolle Arrondierung des ohnehin schon breit gefächerten Veranstaltungsangebotes bezeichnete Ohlsen im weiteren Verlauf seiner Ausführungen die beiden Projekte, mit denen der Verein in der ersten Hälfte des Jahres 2011 bekanntlich Neuland betreten hatte. Der 2. Vorsitzende meinte damit nicht nur die Einladung zum „Tea at the museum“, die – Ende Februar – auf eine überaus beachtliche Resonanz gestoßen war, sondern vor allem die erste „Britische Filmnacht“ im Städtischen Museum, in der Miss Marple Anfang Mai einen ihrer zahlreichen Fälle mit Bravour zu lösen verstand.
Nur kurz streifte er noch die Teilnahme an der „Ehrenamtsbörse“, die am 1. Juli auf dem Areal des Koch’schen Hofes mit einem bunten Programm ins rechte Licht gerückt wurde, bevor er auf die Fahrt nach Wantage, zu der am 14. Juli der Startschuss fiel, einging.
Günter Fricke hatte es an diesem Abend übernommen, die einzelnen Stationen der gut einwöchigen Exkursion noch einmal Revue passieren zu lassen. Der Zwischenstopp in Calais mit dem Feuerwerk aus Anlass des französischen Nationalfeiertages, die Stadtführung in Canterbury und die Besichtigung der dortigen Kathedrale, der Ausflug zur „Crofton-Pumpstation“ und die Bootsfahrt mit der „Rose of Hungerford“ auf dem „Kennet and Avon“-Kanal, der Besuch der „Heimat“ des weitberühmten Cheddar-Käses, die beiden ganztägigen Fahrten nach Cambridge und Oxford sowie die farewell-party am Vorabend der Rückreise im „King Alfreds-Head“ – das waren neben den Gesprächen und Begegnungen in Wantage nur einige der herausragenden Pro­gramm­punkte.
Und die nun hatte man im Verlauf einer „Nachlese“ dann auch noch einmal rückblickend vertieft. Einen breiteren Raum widmete Ohlsen zum Abschluss seines Berichtes dann der Veranstaltungsplanung mit Blick auf die kommenden zwölf Monate.
Er sprach sich dafür aus, abermals zu einer „Teatime“ sowie zu einem Filmabend in das Städtische Museum einzuladen (und war sich da des zustimmenden Votums der Mitglieder sicher); plädierte dafür, die Bemühungen mit dem Ziel, in den ersten Monaten kommenden Jahres wieder ein Partnerschaftskonzert mit Graham Blyth, Claudia Schaare und weiteren Künstlern anbieten zu können, zu intensivieren; machte sich dafür stark, auch die nächste Musikreise junger Künstler nach Wantage unter der Federführung von Claudia Schaare wieder finanziell zu unterstützen, und ging schließlich auf den anstehenden Gegenbesuch einer Gruppe von Bürgern aus Wantage in Seesen ein, der für den Zeitraum vom 27. Juli bis 3. August geplant sei. Die endgültigen Beschlüsse würden nach seinen Worten im Verlauf der nächsten Vorstandssitzung gefasst.
Wie nicht anders zu erwarten, wurden die sich anschließenden Ausführungen des Schatzmeisters, der von einer „grundsoliden und guten finanziellen Situation“ sprach, mit viel Beifall zur Kenntnis genommen. Dessen Entlastung sowie die des Vorstandes erfolgte denn auch einstimmig.

Vorstand einstimmig im Amt bestätigt

Und das galt auch für den Tagesordnungspunkt „Neuwahl des Vorstandes. Einstimmig wiedergewählt wurden Renate Pilarski als 1. Vorsitzende, Hans-Werner Ohlsen und Burkhard Heunecke als 2. Vorsitzende, Martin Reimann als Schatzmeister und Frauke Appun als Schriftführerin.
Beisitzer sind Irmgard Kirchhoff, Kerstin König, Martina Pape, Christian Appun, Friedrich Orend, Rolf-Dieter Spötter und Hans-Joachim Poerschke; die Fraktion der CDU im Rat der Stadt Seesen ist nunmehr mit Jürgen Ebert und die SPD-Fraktion mit Uwe Klöppner im Vorstand vertreten. Bei einem zünftigen Bayerischen Buffet nahmen die Teilnehmer an der Mitgliederversammlung letztlich die Gelegenheit zu zwanglosen Gesprächen wahr.