Städtisches Museum präsentiert sich mit buntem Programm

Am Sonntag wird auch in Seesen der „Internationale Museumstag“ begangen.

Traditionelles Museumsfest am kommenden Sonntag – Nostalgie, Musketendonner und Theaterspiel

Seesen (poe). Am kommenden Sonntag, 20. Mai, ist es wieder einmal so weit. Zum 35. Mal werden die Museen dann den „Internationalen Museumstag“ begehen. Und der steht in diesem Jahr unter dem Motto „Welt im Wandel – Museen im Wandel“. Auch das Museum in Seesen wird sich mit dem schon traditionellen Museumsfest an diesem Tag ins rechte Licht rücken – abermals initiiert und organisiert von den Mitgliedern des gleichnamigen Freundeskreises.
„Als Orte der Überlieferung des Kultur- und Naturerbes, sowie als Podien der Debatte über Wert und Bedeutung dieses Erbes für die Gegenwart und die Zukunft sind Museen immer unterwegs auf der Suche nach neuen Formen der Präsentation ihrer Sammlungen und der Vermittlung ihres Wissens“. Mit diesen Worten brachte der Präsident des Internationalen Museumsrates (ICOM Deutschland), Dr. Klaus Weschenfelder, die Bedeutung der musealen Einrichtungen auf den Punkt. Wohl wissend, dass „dabei auch Wege beschritten werden, die den veränderten Kommunikationsweisen einer sich wandelnden Gesellschaft angemessen sind“. Gleichwohl würde – so unterstrich er im Vorfeld des „Internationalen Museumstages“ mit Nachdruck – „der einzigartige Wert der unmittelbaren Begegnung mit den Sammlungen der unwandelbare Kern der Museumsarbeit bleiben“.
Dass auch das Städtische Museum in jüngerer Vergangenheit erfolgreich auf der „Suche nach neuen Formen der Präsentation seiner Sammlungen unterwegs“ war, macht ein Rundgang deutlich. Was also liegt näher, das sonntägliche Museumsfest in und vor dem historischen Gemäuer mit einer Besichtigung der Exponate zu verknüpfen, um sich selbst davon zu überzeugen.
Wie die 1. Vorsitzende des „Freundeskreises Städtisches Museum“, Renata Jahns, betonte, werde auch in diesem Jahr wieder ein breit gefächertes Rahmenprogramm auf die Besucher warten.
Letzteres sieht unter anderem vor, dass zu nachmittäglicher Stunde der Hufbeschlagschmied Peter Oppermann aus dem nahen Stauffenburg gemeinsam mit den kleinen und großen Museumsfest-Besuchern aus rotglühendem Eisen eherne Buchstaben schmieden wird. 
Natürlich geben sich dann aber auch die Damen der „His­torischen Hochzeitstafel“ – abermals festlich gehüllt in jene Gewänder, die die Altvorderen in der kleinen Ackerbürgerstadt Seesen vor einigen Jahrhunderten stolz trugen – wieder die Ehre. Gastfreundlich kredenzen sie den Gästen an ihrer reich gedeckten Tafel  Kaffee und Kuchen – all das übrigens nur  wenige Schritte entfernt von dem Lager, das die „Sehusa-Musketiere“ und die Marketenderinnen auf dem grünen Rund vor der historischen Fachwerk-Kulisse aufschlagen werden, und in dem es etwas derber zugehen dürfte. Besonders dann, wenn die tapferen Mannen ihre Schießkünste mit der Muskete unter Beweis stellen.
Töpfern mit Josepha Wachsmuth, Theaterspiel nicht nur für den Nachwuchs mit dem Göttinger Künstler Jürgen Rassek und dem Stück „Ein Mond für Leonore“, schließlich das Nostalgie-Karussell, das vor dem Museum seine Runden dreht: Allein diese kurze Aufzählung macht deutlich, dass sich das Programm-Angebot wahrlich sehen lassen kann. Und was die Mitglieder des „Freundeskreises Städtisches Museum“ betrifft, so haben die sich darauf verständigt, erneut für das leibliche Wohl der Besucher verantwortlich zeichnen zu wollen. Mit Steaks und Bratwurst, Waffeln und Kaffee, Bier, Wein, Wasser und Limonade.
Kein Wunder also, wenn man sich freuen würde, am kommenden Sonntag, und dann ab 14 Uhr, möglichst viele Besucher willkommen heißen zu können. Wie Renata Jahns abschließend betonte, sei es die erklärte Zielsetzung auch des  35. „Internationalen Museumstages“, auf das breite Spektrum der Museumsarbeit und die Vielfalt der etwa 6.500 Museen in Deutschland aufmerksam zu machen; die 1. Vorsitzende des „Freundeskreises Städtisches Museum“: „Im Jahr 1977 ins Leben gerufen, möchte der Internationale Museumstag den Museen und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in aller Welt die Möglichkeit geben, gemeinsam auf die Bedeutung ihrer Arbeit als Beitrag zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben hinzuweisen, und gleichzeitig Besucherinnen und Besucher ermuntern, die in den Einrichtungen bewahrten Schätze zu erkunden“.
Das Museumsfest wird gegen 18 Uhr dann allmählich ausklingen.