Startschuss für Planung des Ausbaus der Nette gefallen

Der Ausbau der Nette wird seit Jahren gefordert. Am 19. September findet in Seesen eine Antragskonferenz statt. Zur Vorbereitung der erforderlichen Umweltverträglichkeitsprüfung und des wasserrechtlichen Planfeststellungsverfahrens hat der Landkreis Goslar eingeladen. (Foto: Hinz)

Antragskonferenz findet am 19. September in Seesen statt

Nachdem der Ausbauverband Nette Ende August die Förderzusage für die Planungsleistungen durch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) erhalten hat, soll mit den Abstimmungen zum Ausbau der Nette in Rhüden kurzfristig begonnen werden. Zur Vorbereitung der erforderlichen Umweltverträglichkeitsprüfung und des wasserrechtlichen Planfeststellungsverfahrens hat der Landkreis Goslar als zuständige Genehmigungsbehörde am 19. September Verantwortliche aus Politik, Verwaltung, Fachbehörden und Naturschutzverbänden zu einer Antragskonferenz nach Seesen eingeladen. Im Rahmen dieses Abstimmungsgespräches soll der Untersuchungsrahmen und
-umfang für das Verfahren abgestimmt werden.
Während dieses Fachgespräch nicht öffentlich ist, werden die sich anschließenden Verfahren unter Beteiligung der Öffentlichkeit durchgeführt.
Das zu planende Vorhaben umfasst den Ausbau der Nette im Ortsbereich Rhüden: Die Gewässersohle soll vertieft und Uferböschungen, soweit möglich, aufgeweitet werden. Damit soll die Abflussleistung der Nette erheblich erhöht werden, was auch eine Bedingung für den Bau des geplanten Regenrückhaltebeckens Bornhausen ist. Die beiden aufeinander abgestimmten Maßnahmen sollen einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des Hochwasserschutzes insbesondere in der Ortschaft Rhüden leisten.
Während des sogenannten Jahrhunderthochwassers im Juli war unter anderem die Nette weit über ihre Ufer getreten und hatte maßgeblich zur Überflutung des Ortes sowie den immensen Schäden an vielen privaten Häusern sowie der öffentlichen Infrastruktur beigetragen.