Stefan Bungert: „Macht den positiven Unterschied!“

 

68 Absolventen des Jacobson-Gymnasiums nahmen am vergangenenFreitag Reifezeugnisse in Empfang

Für die 39 weiblichen und 29 männlichen Abiturienten des Jacobson-Gymnasiums, darunter auch Schülerinnen der Samtgemeinde Lutter, endete mit der Übergabe der Reifezeugnisse im Rahmen der Entlassungsfeier am Freitag die 13-jährige Schulzeit. 42 Abiturienten erzielten eine Zwei -, Zehn von ihnen sogar eine Eins vor dem Komma. 13 Jahre „Schulbank drücken“ hat für die Abgänger ein Ende. Insgesamt 68 junge Leute nahmen in der Aula im Schulzentrum Seesen, glücklich ihre Abiturzeugnisse entgegen. Glückliche, aber auch etwas wehmütige Gesichter sowohl bei den Abgängern, als auch bei den Eltern und Lehrern, begleiteten die Entlassungsfeier. Die Begrüßung hatte zuvor Oberstufenkoordinator Gerd Stegemann übernommen und damit die letzte Schulveranstaltung für die Abgänger eingeläutet, in deren Mittelpunkt die Anerkennung für sieben Jahre Arbeit des Wachsens und Reifens der Begabungen stand. „Wir werden Euch heute Abend verabschieden und Euch in die große Welt ziehen lassen“, betont Stegemann. Seinen Ausführungen schlossen sich die ergänzenden Gedanken des Schulleiters Stefan Bungert („Die Jugend von heute“) an.
Mit fünf Vorwürfen an die Jugend von heute, räumte Bungert in seinen Gedanken zum Abitur 2010 auf und gelangte schließlich zu seinem Fazit: „Die Jugend (aus den Vorwürfen) gibt es nicht.“ Er sah einen Abiturjahrgang 2010 vor sich, der sich eher mit „Keine Null-Bock-Haltung, vielmehr pragmatisch und skeptisch zugleich – mit einem eigenen Wertehorizont, der von der Grundbereitschaft geprägt ist, einen Platz in der Gesellschaft einzunehmen“, beschreiben lässt. Mit dem Slogan „Macht den positiven Unterschied – für Euch persönlich und für andere“ übermittelte Schulleiter Bungert seine herzlichsten Glückwünsche zum Abitur.
„Sarabande“ und „Marcia“ intonierte das Violoncello-Ensemble 104 B (Johanna Hoffmeister, Johanna Renneberg und Jule Loewner) und begleitete damit perfekt die Feierstunden in der Aula. Johanna Hoffmeister (selbst Abgängerin des Jahrgangs 2010) - rundete musikalisch - auf ihrem Violoncello mit „Andante“ die Abi-Entlassungsfeier ab.
Neben den Grußworten der Schülerschaft (Sina Denker und Philip Görtler), der Rede der Abiturientinnen und Abiturienten, vorgetragen durch die Jahrgangssprecher Ronja Brodhun, Nadja Weiser, Robert Meier und Maik Siedschlag, mit dem Dank an die Lehrer und den Anmerkungen zum Abiturjahrgang 2010 – durch Mentor Christian Neofotistos – gab auch die Elternschaft ihre Visitenkarte ab. Inga Kühn, Vorsitzende des Schulelternrates, bescheinigte den Abgängern dass nicht jedes Abitur gleich ist und auch nicht jeder der Schüler gleich, sondern jede(r) für sich besonders und einmalig ist.
Aber nicht alle Programmpunkte des Abends waren im Programmheft zu finden, so auch die Rede „eines Vaters“, der den Wunsch an die Schulleitung herangetragen hatte, einige Worte an die Abgänger, Eltern und Schule richten zu dürfen. Sechs seiner Kinder haben am Jacobson-Gymnasium die Reifeprüfung bestanden, Grund genug für Dr. Brodhun an seinen Erfahrungen teilhaben zu lassen. Wenn auch nicht abschließend recherchiert, scheint er zurzeit den „Rekord“ an der Schule zu halten. Mit insgesamt sechs Kindern aus der gleichen Familie, die das Abitur am Jacobson-Gymnasium erfolgreich absolviert haben, führt die Familie Brodhun die Rangliste an. „Seit 1985 besuchen Kinder aus meiner Familie ununterbrochen dieses Gymnasium“ erklärt Brodhun und berichtet gut fünf Minuten über seine überwiegend positiven Erfahrungen mit dem Jacobson-Gymnasium. Bevor es mit der Würdigung besonderer Leistungen und der Ausgabe der Abiturzeugnisse im Programm weiter ging, bedankte sich Dr. Brodhun - auch im Namen seiner Frau - recht herzlich bei den Lehrern des Gymnasiums der vergangenen 25 Jahre für die gute schulische Ausbildung seiner Kinder, was sie nicht als selbstverständlich ansehen würden.
Die zwei Jahrgangsbesten waren Maximilian Hofmann (Notenschnitt 1,3) aus Bornhausen und Robin Falk (1,5) aus Seesen. Das beste Abitur bei den Mädchen machte Ronja Brodhun mit 1,6, ebenfalls aus Seesen. Auch drei Schülerinnen aus der Samtgemeinde Lutter bauten am Jacobson-Gymnasium in diesem Jahr ihr Abitur. Es sind Anna Ahrens (Nauen), Julia Hansen und Johanna Hoffmeister (beide Hahausen).
Es gab noch weitere Würdigungen besonderer Leistungen darunter auch die Vergabe des Hubert-Jahns-Preises für Sprache und Literatur sowie eines besonderen Dankes der Schildautal Kliniken für ein künstlerisches Projekt (wandfüllende Gemälde in den Aufzugsbereichen der Klinik). Ausgezeichnet im Fachbereich Physik wurden: Kristian Hentschel, Daniel Edler und Jens Radloff. Im Fachbereich Chemie: Maximilian Hofmann und Julia Hansen. In den Informationstechnologien: Daniel Edler, Robin Falk, Kristian Hentschel, Lukas Jacobs und Hanna Irina Wrede. Im Bereich Sport (Fußball): Patrick Tantzen und Nina Stehle. Für die Arbeit in der Cafeteria: Alina Luisa Adria, Ronja Brodhun, Anna Bruhl, Lara Isfort, Jessica Ratzke und Sabrina Schlimme.
Der Hubert-Jahns-Preis für Sprache und Literatur ging an Anna Bruhl (verantwortlich für die Gestaltung der Kinderseiten beim Beobachter) und die zehn jungen Damen, die ihre künstlerischen Fähigkeiten unter Beweis stellten und den besonderen Dank von Herrn Zimmermann (vertretungsweise für Herrn Gnauck) entgegennehmen durften heißen: Anna Ahrens, Marieke Appun, Anna Bruhl, Ina Jeske , Lara Louisa Kuckelkorn, Meike Leßner, Janina Palandt, Sabrina Schlimme, Angelika Schmidt und Ulrike Schulz.
Im Anschluss an die Entlassungsfeier baten die Abiturientinnen und Abiturienten schließlich zum Sektempfang in das Foyer der Aula.