Steinway war kein Hamburger

Anlässlich seines 160-jährigen Firmenjubiläums hatte „Steinway & Sons“ zu einem Tag der offenen Tür in der Hansestadt Hamburg geladen.

Beim Tag der offenen Tür Werbung für die Harzstadt Seesen gemacht / Auch NDR-Website würdigt "Pionier aus Seesen"

Am vergangenen Sonnabend hatte der Klavierbauer „Steinway & Sons“ anlässlich seines 160-jährigen Firmenjubiläums zu einem Tag der offenen Tür in Hamburg geladen. Erstmals seit acht Jahren war es einer breiten Öffentlichkeit wieder einmal möglich, sich auf dem Betriebsgelände am Rondenbarg in Bahrenfeld umzuschauen und die zahlreichen Arbeitsabläufe bei der Entstehung der weltberühmten Instrumente anschaulich zu erfahren.

Die reine Produktionszeit eines „Steinway“ beträgt ein Jahr, und solch ein Flügel besteht dann aus etwa 12.000 Teilen. Per Rundgang konnten sich die Besucher eigenständig auf den Weg durch die Steinway-Fabrik machen, von der Holzhalle und Trockenkammer gelangte man auf sechzehn Stationen schließlich bis in den Auswahlsaal mit den zum Kauf bereitstehenden, hochglanzpolierten Klavieren.
Unterwegs informierten Steinway-Mitarbeiter an ihren jeweiligen Arbeitsplätzen über ihr Handwerk.
Auch der Seesener Autor Dirk Stroschein war an diesem Tag mit einem Büchertisch in der Hansestadt präsent. Er warb bei den fast ohne Unterlass auf das Betriebsgelände strömenden Besuchern nicht nur für sein neues Buch über William Steinway, sondern leistete beredete Aufklärung darüber, dass die Familie Steinweg nicht aus Hamburg sondern der Vorharzstadt Seesen stammt und dort vor ihrer Auswanderung nach New York die ersten Klaviere gebaut hatte.
Stroschein lud die Hamburger „Steinway-Fans“ ein, auch einmal in die Heimatstadt der Klavierbauerfamilie zu kommen, warb für die Daueraustellung im Städtischen Museum und den Steinway-Park, das Grüne Juwel der Harzstadt.
Gleichzeitig hat auch die Online-Redaktion des Norddeutschen Rundfunks (NDR) das Thema Steinway neu entdeckt. Unter dem Titel „Mythos Steinway: Der Piano-Pionier aus Seesen“ beschäftigt sich Redakteurin Kristina Festring-Hashem Zadeh mit der Erfolgsgeschichte der Familie und würdigt dabei auch die Seesener Ursprünge. Der Beitrag ist zu finden in der Rubrik „Berühmte Köpfe“ unter der Webadresse: www.ndr.de/geschichte/koepfe/steinway107.html.
Das neue Spurensuche-Buch von Dirk Stroschein „William Steinway. Wo er war in Seesen und New York“ ist für den Preis von 19,90 Euro weiterhin zu haben im Seesener Buchhandel, in der Stadtbücherei, dem Städtischen Museum, beim Seesener Beobachter sowie direkt beim Autor unter Email: dirk.stroschein@web.de oder Telefon (05381) 9409262. Die Sonderausstellung „William Steinway in Seesen“ ist noch bis Ende des Monats im Städtischen Museum zu sehen.