Stellvertreter des Propstes im Amt bestätigt

Die Kirche bei der Andacht. (Foto: Koch)

Propsteisynode tagte am vergangenen Mittwoch in Seesen

Auf der Tagesordnung der Herbstsitzung der Propsteisynode der Propstei Seesen stand neben der Wahl einer/s Stellvertreters/in der Bericht zur Lage in der Propstei durch Propst Gleicher sowie zur Entwicklung hinsichtlich der Kooperation mit der Propstei Bad Gandersheim.

Seesen (JK). Doch zunächst versammelten sich die rund 40 Delegierten in der St.-Andreas-Kirche, um an der Andacht im Rahmen der 30. ökumenischen Friedensdekade unter dem Leitmotto „Es ist Krieg – Entrüstet euch!“ teilzunehmen. Pfarrer i. R. Albrecht und Pfarrer Meyer gestalteten sie mit Hilfe einer eigens hierfür entworfenen Liturgie an diesem Abend zum Thema „Heilen, statt Konflikte verschärfen“ zu einem Text aus dem Lukasevangelium. Zum Schluss riefen die Geistlichen die Gottesdienstbesucher dazu auf, sich durch ihre Unterschrift für den Verbleib der Seesener Roma-Familie einzusetzen und deren alsbaldig drohende Abschiebung zu verhindern.
Im Anschluss daran wurde im Kirchenzentrum die Tagesordnung abgearbeitet. Der Vorsitzende der Propsteisynode, Burkhard Heunecke, begrüßte die Anwesenden und stellte die Beschlussfähigkeit fest. Danach erfolgte die anstehende Wahl. Turnusmäßig alle sechs Jahre muss das Amt der Stellvertretung des Propstes neu bestimmt werden. Bei der Vorbereitung der Wahl, in deren Zuge Vorschläge sowohl aus der Synode als auch aus dem Pfarrkonvent eingereicht werden konnten, hatte es zwei Kandidaten gegeben. Da aber einer der beiden Kandidaten seine Kandidatur im Vorfeld der Synode aus privaten Gründen zurückgezogen hatte, stand jetzt lediglich die Frage einer Wiederwahl an. Mit deutlicher Mehrheit sprachen sich die Synodalen für die Fortführung des Amtes durch den Rhüdener Seelsorger aus.
Burkhard Heunecke handelte in diesem Zusammenhang noch eine weitere Personalie ab, indem er Heike Rose aus Rhüden zur Berufung als Vertreterin für Christian Riegert aus Seesen im Propsteivorstand gratulierte. Anschließend ließ Propst Gleicher die Aktivitäten in der Propstei während des zurückliegenden Jahres Revue passieren. Dabei lobte er das breit gefächerte Spektrum auf allen Ebenen, das nur durch den Fleiß und das Engagement der Beteiligten und Verantwortlichen zu denken ist. In diesem Zusammenhang betonte er, dass die Kooperation mit der Propstei Bad Gandersheim deutlich voranschreitet. Nicht zuletzt die Tatsache, dass beide Pfarrkonvente jetzt regelmäßig gemeinsam tagen, sei ein klares Signal in die angestrebte Richtung.
Vor dem Segen berichteten die beiden Vertreter der Landessynode – dem höchsten Beschlussgremium der Landeskirche – aus der laufenden Arbeit. Pfarrerin Uta Hirschler informierte die Propsteisynode darüber, dass bei allen anstehenden und notwendigen Sparmaßnahmen sehr genau darauf geachtet werde, dass die Gemeinden vor Ort handlungsfähig bleiben. Dr. Reiner-Joachim Gloeckner ergänzte aus dem Arbeitskreis, in dem er mitwirkt, einige Details zum Thema der Diakonie.