Sternsinger sammeln 10.932 Euro für Kinder in Not

Die Sternsinger sammelten am Sonnabend auch beim Neujahrsempfang der Stadt Seesen.

Klopft an Türen, pocht auf Rechte!Pfarrgemeinde Maria Königin Seesen und St. Clemens Bockenem zufrieden

Die Sternsinger der Pfarrgemeinden Maria Königin und St. Clemens waren ganz schön stolz. Vier Tage lang waren 20 kleine und große Könige in ihren prächtigen Gewändern sowie 10 jugendliche und erwachsene Begleiter in Seesen, Bockenem und allen Stadtteilen unterwegs zu den Menschen. An unzählige Türen hatten sie geklopft und „20*C+M+B+12“, Christus Mansionem Benedicat, über dieselben geschrieben. Das Ergebnis ihres Engagements kann sich wahrlich sehen lassen: 10932,41 Euro kamen bei der Sammlung in Seesen und Bockenem zusammen, mit denen Not leidende Kinder in aller Welt unterstützt werden.
„Das war klasse“, freute sich die 10-jährige Josefine. „Uns haben ganz viele Leute Geld in die Büchse geworfen. Jetzt können wir den Kindern überall helfen.“ Pfarrer Karp und Diakon Heider freuten sich über den Einsatz der zahlreichen Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen in den Gemeinden: „Es ist prima, dass sich all die kleinen und großen Menschen für eine gerechte Welt einsetzen und damit ihren Beitrag zu einer tollen Aktion leisten.“
Bundesweit beteiligten sich die Sternsinger in diesem Jahr an ihrer 54. Aktion Dreikönigssingen. Bereits im Vorfeld hatten sich die Mädchen und Jungen auf das diesjährige Leitwort „Klopft an Türen, pocht auf Rechte!“ vorbereitet. Wie überall in Deutschland machten sie damit deutlich, dass die Rechte von Kindern überall auf der Welt respektiert und unterstützt werden müssen. Sie setzen sich dafür ein, dass Erwachsene und Politiker ihre Rechte schützen. Denn Armut und Gewalt sind massive Verletzungen der Kinderrechte, Gesundheitsversorgung und Bildung müssen selbstverständlich sein. Doch gerade in Nicaragua, dem Beispielland der Aktion Dreikönigssingen, werden die Kinderrechte von vielen mit Füßen getreten. Missbrauch, Misshandlung und häusliche Gewalt gegen Kinder sind dort an der Tagesordnung. Die Sternsinger unterstützen in Nicaragua unter anderem Projekte, in denen Kinder sich für ihre Rechte einsetzen. Sie werden „stark“ und selbstbewusst gemacht, um sich vor Übergriffen schützen zu können.
Doch nicht nur die Kinder in den Projekten in Nicaragua profitieren vom Einsatz der kleinen Könige in Deutschland. Straßenkinder, Aids-Waisen, Kindersoldaten, Mädchen und Jungen, die nicht zur Schule gehen können, denen Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung fehlen, die in Kriegs- und Krisengebieten, in Flüchtlingslagern oder ohne ein festes Dach über dem Kopf aufwachsen – Kinder in gut 110 Ländern der Welt werden jedes Jahr in Projekten betreut, die mit Mitteln der Aktion unterstützt werden. Gemeinsam mit ihren jugendlichen und erwachsenen Begleitern haben sich auch die Sternsinger aus den Pfarrgemeinden Maria Königin Seesen und St. Clemens Bockenem auf ihre Aufgabe vorbereitet. Sie kennen die Nöte und Sorgen von Kindern rund um den Globus und sorgen mit ihrem Engagement für die Linderung von Not in zahlreichen Projektorten.