Synergien schaffen

Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Hans-Joachim Voß (links) und Bürgermeister Erik Homann unterzeichnen die Verträge zur Geschäftsführernachfolge für die Wirtschaftsbetriebe Stadt Seesen/Harz GmbH. Homann wird ab dem 1. Januar neuer Geschäftsführer – gemeinsam mit Peter Riehm (rechts), der dieses Amt bisher allein ausführte. Bis zum 31. Dezember 2015 wird das Amt in Doppelfunktion ausgeführt.
 
Die neue Rutsche „Crazy Cone“ – mehr als 700.000-mal wurde die Rutsche bereits in Anspruch genommen.

Bürgermeister Erik Homann durch Gesellschafterversammlung ab Januar zum Geschäftsführer bestellt

Am Mittwochabend wurde Bürgermeister Erik Homann während der Gesellschafterversammlung der Wirtschaftsbetriebe Stadt Seesen/ Harz GmbH auf Empfehlung des Aufsichtsrates zum weiteren Geschäftsführer für die Wirtschaftsbetriebe Stadt Seesen/Harz GmbH, Versorgungsbetriebe Seesen/Harz GmbH, Blockheizkraftwerk und Hallenbad GmbH und Service GmbH, ab dem 1. Januar 2015 bestellt.

In der zuvor abgehaltenen Aufsichtsratssitzung der Wirtschaftsbetriebe ermächtigte der Aufsichtsrat den Vorsitzenden Dr. Hans-Joachim Voß nach der Bestellung des neuen Geschäftsführers eine entsprechende Vereinbarung mit der Stadt Seesen abzuschließen, die alle Einzelheiten zur Geschäftsführertätigkeit Erik Homanns regelt.
Aus der Zusammenarbeit in der Geschäftsführung der Wirtschaftsbetriebe und der Stadtverwaltung sollen Synergien geschaffen und Verwaltungsabläufe in der Holding Wirtschaftsbetriebe optimiert werden. Bis zum Ablauf des Vertrages des bisherigen Geschäftsführers Peter Riehm, bis zum 31. Dezember 2015 werden die Wirtschaftsbetriebe eine Doppelspitze in der Geschäftsführung haben. Ein reibungsloser Übergang auf den neuen Geschäftsführer Erik Homann, so sind sich die Beteiligten sicher, ist damit gewährleistet.

„sehusa wasserwelt“: Die Eintrittspreise steigen

Weiterer Tagesordnungspunkt war wie in jedem Jahr der Wirtschaftsplan für das neue Geschäftsjahr. Der Schwerpunkt im Jahr 2015 liegt im Wesentlichen in der Planung für die notwendige Modernisierung des Blockheizkraftwerkes. Hier wird zurzeit ein Konzept erarbeitet, das durch die Inanspruchnahme von Fördermitteln eine günstige Investition ermöglichen soll.
Auch wird die Erneuerung der Hallendecke in der „sehusa wasserwelt“ unter dem Gesichtspunkt der Kostenoptimierung geplant. Damit der angestrebte Schallschutz zum Tragen kommt, wird ein Akustiker eingeschaltet, der diesen wesentlichen Punkt der Minimierung der Geräuschbelastung in die Gesamtplanung einbringt.
Die Entwicklung der Kostensituation in der „sehusa wasserwelt“ veranlasste den Aufsichtsrat, auf Vorschlag der Geschäftsführung, eine Preiserhöhung zwischen drei und fünf Prozent im Bad- und Saunabereich ab dem 1. Januar zu beschließen. Die EEG-Umlage beträgt im Jahr 2015 rund 77.000 Euro, 2004 waren es noch 6500 Euro und die Kanalgebührensteigerung beträgt zirka 33.000 Euro. Diese Kosten können durch Energie- und Wassereinsparungen nicht aufgefangen werden.
Eine Information des Deutschen Saunabundes besagt, dass nach dem Willen der Länderfinanzministerien mit drastischen Preiserhöhungen wegen der geplanten Umsatzsteuererhöhung für Saunabesuche gerechnet werden muss.
Aus finanztechnischen Gründen wurde beschlossen, die seit 1968 geltenden Umsatzsteuerermäßigungen abzuschaffen. Die Badbetreiber müssen ab 1. Juli 2015 an das Finanzamt 19 Prozent statt wie bisher sieben Prozent Mehrwertsteuer aus dem Saunaeintritt abführen. Die Leistungspalette der begünstigten Saunaanlagen hat sich nach Feststellung der Länderfinanzministerien verändert und umfasse zunehmend Angebote, die dem Wellnessbereich zuzuordnen seien und keine Heilzwecke verfolgen. Deshalb soll nach dem Willen der Bundesländer eine Umsatzsteuervergünstigung nur den Anwendungen zukommen, die im Heilmittelverzeichnis aufgelistet sind.

Rutsche „Crazy Cone“ lockt zahlreiche Badegäste an

Dr. Hans-Joachim Voß: „Unser Wirtschaftsprüfer empfiehlt daher den Sauna-Eintrittspreis, zur Vermeidung von Ertragseinbußen ab dem 1. Juli 2015, zu erhöhen. Zurzeit wird durch unseren Verband und durch viele Saunabetreiber versucht, diese Umsatzsteuererhöhung abzuwenden.“
Für Investitionen im Jahr 2015 wurden neben den Planungskosten für die angesprochenen Maßnahmen noch weitere Mittel für Ersatzbeschaffungen im Bad- und Saunabereich beschlossen, so dass insgesamt 80.000 Euro hierfür eingeplant sind.
Bei der Entwicklung der Besucherzahlen im Jahr 2014 ergibt sich ein unterschiedliches Bild. Die Saunabesucherzahlen sind aufgrund des in der Presse zitierten wärmsten Jahres seit 1881, dem Beginn der Wetteraufzeichnung, unter denen des Vorjahres geblieben. Im Jahr 2014 besuchten bis 14. Dezember 31.821 Saunagäste die „sehusa wasserwelt“ (Vorjahr: 32.848).
Eine erfreuliche Nachricht konnte die Geschäftsführung dem Aufsichtsrat mitteilen. Seit Eröffnung der Reifen-Rutsche (Crazy Cone) konnten bis zum 14. Dezember 702.540 Rutschennutzungen gezählt werden. Ein absoluter Rekord im Vergleich zu den Vorjahren.
Auch haben sich, durch die neue Rutsche, die Besucherzahlen im Badbereich bis zum 14. Dezember im Vergleich zum Vorjahr um 12.935 auf 148.063 erhöht. Damit hat diese Investition alle Erwartungen erfüllt.
Ein erstes Projekt in der neuen Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung wird die Mitwirkung des Stadtmarketings bei der Erstellung des neuen Marketing-Konzeptes für die „sehusa wasserwelt“ sein. Hier sollen verstärkt die neuen Medien Internet, Twitter und auch Facebook einbezogen werden. Für den Bade- und Saunaspaß ist die „sehusa wasserwelt“ im Dezember nur am 24., 25. und 31. Dezember sowie am 1. Januar geschlossen.