Tafel-Kleiderladen und Vermittlung von alten Möbeln wird eingestellt

Marion Deerberg: „Es ist beschämend“

Die Seesener Tafel unterstützt seit vielen Jahren Menschen, die Hilfe bedürfen. Neben dem Einsammeln und Verteilen von Lebensmittelspenden, wurde im Jahr 2005 der Tafel-Kleiderladen für bedürftige Menschen ins Leben gerufen. Die Bürger Seesens konnten nicht mehr getragene und gut erhaltene Kleidung abgeben und für Hilfebedürftige spenden. Viele haben auch gute und gebrauchte Haushaltsgeräte, Spielzeug und Bücher gespendet. Daher ist es ärgerlich, dass Einige den Tafel- Kleiderladen offenbar als „Müllentsorgungsstelle“ benutzen, um ihren Haushalt zu entrümpeln und letztendlich Kosten für die Entsorgung zu sparen. Marion Deerberg, Leiterin der Tafel ist empört: „Im letzten halben Jahr wurden regelmäßig immer wieder Säcke oder Kartons mit kaputten Haushaltsgeräten, nicht mehr zum Tragen geeignete Kleidung oder kaputtes Geschirr vor der Eingangstür abgestellt. Wir sind keine Müllentsorgungsstelle, wo man einfach mal so und kostenlos seinen Müll abgeben kann. Es ist einfach nicht unsere Aufgabe, anderen ihren Müll zu entsorgen.‘‘ so Marion Deerberg.
Es sei beschämend, dass immer wieder Müll einfach abgestellt wird, die Mitarbeiter der Tafel es entsorgen müssen und dadurch zusätzliche Entsorgungskosten entstehen. „Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, unseren Kleiderladen und das Vermitteln gebrauchter Möbel einzustellen. Ab dem 1. Dezember liegt unser Schwerpunkt in der Seesener Tafel ausschließlich im Einsammeln und Verteilen von Lebensmittelspenden.‘‘ so Marion Deerberg weiter.