Tafel Seesen: „Das Ausmaß der Armut vor Ort ist erschütternd!“

Marion Deerberg, Leiterin Mehrgenerationenhaus (rechts), im Bild mit Mariam Omayrat, Mitarbeiterin im Mehrgenerationenhaus, Michaela Winterfeld, Inhaberin des Ladens Kunterbunt, setzt sich für von Armut betroffene Menschen ein. Mit Sorge beobachten Marion Deerberg und ihr Tafel-Team den (immer noch) deutlichen Anstieg der Familien mit mehreren Kindern, die durch die Tafel Seesen versorgt werden müssen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das mehr als 30 Prozent.

Rund 1.000 Menschen sind auf das Angebot der Tafel angewiesen

Wenig Chancen, viele Entbehrungen, mehr Krankheiten. Armut ist für die Betroffenen eine Falle, der sie kaum entfliehen können. Arme Menschen sind in unserer Gesellschaft ausgegrenzt und haben kaum Chancen ihrer schwierigen Lebenssituation zu entfliehen.
Das Ausmaß der Not erleben auch die Ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Tafel Seesen. Betroffene können sich viele Dinge nicht leisten. Manchmal wird es zu Hause einfach dunkel, wenn zum Beispiel der Strom oder die Heizung abgedreht werden oder der Kühlschrank einfach leer bleibt. Der Weg zur Tafel ist für die Betroffenen der letzte Ausweg, um über die Runden zu kommen. Auch in Seesen hat Armut viele Gesichter: Alleinerziehende, Arbeitslose, Zuwanderer, Flüchtlinge, kinderreiche Familien, Minderjährige und Senioren mit geringen Bezügen sind besonders betroffenen und sind daher auch bei den Tafel-Nutzern vertreten.
Insgesamt unterstützen mehr als 20 Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Tafel Seesen weit über 1.000 Menschen, die in Seesen und Umgebung von Armut betroffen oder unmittelbar bedroht sind. „Armut beginnt nicht erst dann, wenn Menschen verelenden.
Sie beginnt, wenn Menschen nicht an den „ganz normalen Lebensvollzügen dieser Gesellschaft“ teilhaben können. Für viele reicht das Geld nicht einmal für den wöchentlichen Einkauf im Supermarkt. Sie sind auf unsere Lebensmittelhilfe angewiesen“, sagt Marion Deerberg, verantwortlich für die Tafel Seesen.
Und sie berichtet weiter: „Wir tun unser Möglichstes, den Betroffenen schnell und unbürokratisch zu helfen. Dabei leisten alle Tafel-Freiwilligen eine enorme Kraftanstrengung und sie geben täglich ihr Bestes, um den Ärmsten unserer Gesellschaft im Rahmen ihrer Möglichkeiten helfen zu können. Neben den Lebensmittelspenden benötigen wir Geld, umlaufende Kosten wie Miete, Versicherungen, Benzin, Energie usw. decken zu können und letztendlich den Menschen helfen zu können, die in ihrer Not Hilfe bedürfen. Unsere gemeinnützige Tafel-Arbeit basiert auf private und privatwirtschaftliche Spenden. Ohne Spenden wäre die Tafel-Arbeit oder spezielle Tafel-Kinderprojekte kaum möglich.“ Mit Sorge beobachten Marion Deerberg und ihr Tafel-Team den (immer noch) deutlichen Anstieg der Familien mit mehreren Kindern, die durch die Tafel Seesen versorgt werden müssen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das mehr als 30 Prozent.
Die Tafel Seesen benötigt in ihrer sozialen Arbeit finanzielle Unterstützung und bittet daher um die Hilfe von Spenderinnen und Spendern, die mit einer kleinen oder größeren Spende die soziale Arbeit der Tafel Seesen unterstützen möchten. Spendenkonto über den Tafel-Trägerverein: VAMV Ortsverband Seesen, IBAN: DE03278937601007690500, BIC: GENODEF1SES, Bank: Volksbank Seesen, Stichwort: Spende Tafel Seesen.
Für eine Spendenquittung ist die vollständige Anschrift anzugeben. Das Finanzamt hat die Tafel Seesen und ihren Trägerverein als gemeinnützig und mildtätig anerkannt. Alle Geldspenden gehen zu 100 Prozent und direkt in die Umsetzung der gemeinnützigen Tafel-Arbeit oder Tafel-Förderprojekten, wie der Kindertafel Seesen.