Teich-Operation im Steinway-Park gelungen

Angetreten zur Teich-Operation. Auch Bürgermeister Erik Homann (Zweiter von rechts) packte mit an.

Abgängigen Böschungsbereich des Gewässers an der Kurpark-Muschel wieder befestigt

Seit er vor 120 Jahren angelegt wurde, ist er in Seesen quasi das Synonym für Idylle, Ruhe, Beschaulichkeit und Erholung; vor allem für Spaziergänger, Naturfreunde und Fitnessbegeisterte, aber auch für Kulturinteressierte.

Die Rede ist natürlich vom Steinway-Park. Um ihn durch all die Jahre und auch künftig in Schuss zu halten, ihn zu beleben, bedarf es schon einiger Anstrengungen. Dieses Ziel hat sich bekanntlich der Verein Steinway-Park Seesen auf die Fahnen geschrieben. Und der musste in diesen Tagen – nicht unbedingt freiwillig – unterstützend aktiv werden.
Im Visier stand dabei der im Halbrund angelegte, schmucke Teich direkt vor der Konzert-Muschel im Park. Im Laufe vieler Jahre und witterungsbedingt hatte sich fast der komplette Böschungsbereich „verabschiedet“. Um noch größeren Schaden zu verhindern, war also schnelles Handeln erforderlich. So traten denn auch die Mitarbeiter des Baubetriebshofes der Stadt in Aktion, schließlich war hier mit Muskelkraft allein nicht viel auszurichten.
Zunächst wurde der Mönch des Teiches, also das Ablaufbauwerk, geöffnet, um den Wasserstand entsprechend abzusenken. Anschließend rückte ein geeigneter Bagger an, um einen Großteil der Böschung wieder herzustellen und „in Form“ zu bringen. Das ging aber nicht überall. In einem Teilbereich war die ursprüngliche Mauer komplett zerstört. Es mussten also härtere Geschütze aufgefahren werden, und zwar in Form von sogenannten Wasserbausteinen. Die unbearbeiteten Bruchsteine unterschiedlicher Größe werden künftig als Uferbefestigung dienen. Um die Wasserbausteine an Ort und Stelle zu transportieren, waren starke Arme erforderlich. Und hier konnte der Verein Steinway-Park Seesen sich voll und ganz auf die Rervistenkameradschaft „Sehusa“ Seesen verlassen. Deren Mitglieder waren nämlich gleich in voller Truppstärke angerückt und bildeten eine Transportkette, in die sich auch ein prominenter Helfer einreihte. Kein Geringerer als Bürgermeister Erik Homann hatte sich die Arbeitshandschuhe übergestreift und kräftig mit angepackt.
Nach zwei Unimog-Ladungen und zwei Stunden Einsatz war alles erledigt. Mit dieser erfolgreichen Böschungssanierung dürfte zumindest in diesem Bereich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten „Ruhe“ herrschen.