Terminkollision am ersten September-Wochenende

Nicht mehr lange, dann wird wieder kräftig getrommelt für das Sehusafest. In diesem Jahr gibt’s allerdings erstmals „Konkurrenz“ aus anderer Richtung. (Foto: Kiehne)

Seesens Sehusafest und das Goslarer Altstadfest finden in diesem Jahr parallel statt

Seesen / Goslar (AK). Seit nunmehr 27 Jahren beanspruchen die Seesener jährlich das erste Septemberwochenende für ihr einzigartiges historisches Sehusafest. Die Vorfreude auf die Silberhohl-Sage, die mittelalterlichen Schauspiele und das große Konzert von Pestilenzia und Cultus Ferox ist dementsprechend groß.
Getrübt wird sie nur durch eins: In diesem Jahr ziehen die Goslarer ihr Altstadtfest auf den selben Termin vor. „Im Regelfall ist für das Fest das zweite Wochenende im September vorgesehen, aber zu diesem Termin sind für 2012 bereits diverse weitere Veranstaltungen in der Region angekündigt“, teilt die Goslar Marketing GmbH auf der Goslarer Internetseite mit. Viele „langjährige und starke“ Partner, auf die man sonst verzichten müsste, hätten sich schon für eben jene Events schon vertraglich verpflichtet.
Peter Schuster, Schatzmeister des Historienvereins Seesen, hat dieser Schritt, wie er sagt, sehr überrascht. Er geht davon aus, dass die Terminkollision beide Feste einige Besucher und damit auch Gewinn kosten wird. Außerdem entspräche das Budget für das Sehusafest den Einnahmen; ohne städtische und ehrenamtliche Unterstützung sei man nicht fähig, eine solche Veranstaltung durchzuführen.
Aufgrund der Unterschiedlichkeit der beiden Veranstaltungen zeigt sich Schuster jedoch optimistisch, dass die Besuchermassen in Seesen nicht ausbleiben werden. Vor allem die Vergrößerung der Bühne und der Auftritt der Berliner Mittelalter-Band Cultus Ferox geben ihm Anlass zu dieser Annahme.
Auch die Erneuerung der Stadtkulisse durch das ehrenamtliche Engagement von „Sehusafestmutter“ Elisabeth Paetz-Kahlich und der erstmalige Vorverkauf von Zwei-Tages-Tickets – ab Mitte August sind die Karten zu haben – lassen nur Gutes hoffen.
Insgesamt 30.000 Euro wurden für mehr Nachhaltigkeit des Festes investiert. „12.000 Euro stammen von der Seesener Volksbank und der VR-Stiftung, der Rest von unseren Sponsoren Coca-Cola und Krombacher“, erklärt Peter Schuster.
Auch wenn man sich nun am ersten Septemberwochenende zwischen Goslar und Seesen entscheiden muss, so bleibt als kleines Trostpflaster für das zweite Septemberwochenende immer noch das allseits beliebte Gandersheimer Altstadtfest. Mit zahlreichen Bands, Orchestern und Formationen aller musikalischen Stilrichtungen wird garantiert für ausgelassene Feststimmung gesorgt.