„Theaterbetrieb läuft nicht von allein“

Am Dienstag stellte der Intendant der Gandersheimer Domfestspiele Achim Lenz im Rahmen einer Pressekonferenz die Stücke für die 60. Festspielsaison und damit die Jubiläums-Festspiele vor. Mit dabei Bürgermeisterin Franziska Schwarz und der Aufsichtsratsvorsitzende MdL Uwe Schwarz.

60 Jahre Domfestspiele: Motto- und Spielplanpräsentation / Erste Pläne fürs „Jubliläumsjahr“ 2018

Unter dem durchaus provokanten Motto „Läuft bei uns“, starten die Gandersheimer Domfestspiele 2018 in ihre 60. Spielzeit, welche vom 10. Juni bis zum 5. August 2018 stattfindet.

Seit 60 Jahren läuft der Betrieb, hat viele Höhen und Tiefen durchlebt, einige Intendanten und damit unterschiedliche künstlerische Profile gesehen.
„Läuft es denn wirklich bei uns?“, fragt Intendant Achim Lenz und führt an, dass es für Theaterbetriebe wie die Gandersheimer Domfestspiele zunehmend schwerer werde, im „eventgesteuerten privaten Kulturbetrieb“ zu bestehen. Langfristige Förderung sei unbedingt nötig, um die Festspiele – die auch ein starker Wirtschaftsfaktor in einer strukturschwachen Region sind – am Leben zu halten. „Mit dem Motto will ich bewusst provozieren und klarstellen, dass sich ein Theaterbetrieb nicht von allein am Laufen hält“, sagt Lenz, der jetzt neben dem Spielzeitmotto auch die vier Hauptproduktionen für das Jubiläumsjahr der Öffentlichkeit vorgestellt hat.
„Mit JEDERMANN verpflichte ich mich der Tradition, als Jubiläumsstück diese alte Geschichte vor der Stiftskirche immer wieder aufs Neue zu erzählen.“ Dabei habe jedes Jahrzehnt seine eigenen Antworten, jede Zeit habe seinen eigenen Jedermann. Mit FAME gehen die Gandersheimer Domfestspiele den spannenden Weg des Tanzmusicals weiter und versuchen, an den Erfolg von SATURDAY NIGHT FEVER anzuknüpfen. Das Rezept heißt wieder: mitreißende Musik, heiße und wilde Choreographien und eine spannende und bewegende Geschichte. Die zweite musikalische Produktion kommt aus dem noch recht neuen Genre „Musical Comedy“: ADAMS FAMILY wird seit Jahren an zahlreichen Theatern Europas erfolgreich gespielt und hat das Potential, ein monstermäßiger Spaß vor der Stiftskirche zu werden.
„Zwei große musikalische Produktionen auf die Bühne zu bringen, ist für uns nicht einfach zu stämmen, wir reagieren damit aber auf unser Publikum“, erklärt Lenz seine Stückauswahl.

Den gesamten Artikel lesen Sie in der gedruckten Ausgabe vom 13. Juli 2017.