Tolles Ergebnis bei der TÜV-Station

Frank Limberg bei einem Lichtcheck des TÜV NORD in Seesen.

Erfreulich viele Autos ohne Mängel bei der Hauptuntersuchung

Insgesamt 43,9 Prozent der Autos, die im vergangenen Jahr an der TÜV-STATION in Seesen von den Sachverständigen vor Ort auf Herz und Handbremse gecheckt wurden, hatten überhaupt keine Mängel.

Das ist ein durchaus erfreuliches Ergebnis. Zusätzlich fanden die TÜV Sachverständigen bei 11,9 Prozent der Fahrzeuge nur geringe Mängel, sodass 55,8 Prozent sofort eine neue TÜV-Plakette mit zwei Jahren Gültigkeit bekamen. Bemerkenswert ist aber auch die andere Seite der Plakette: Bei immerhin 43,8 Prozent wurden erhebliche Mängel festgestellt (Vorjahr 43,6 Prozent). Sie mussten umgehend repariert werden, bevor nach einer Nachprüfung die Plakette auf das hintere Kennzeichen und das HU-Siegel in den Fahrzeugschein geklebt werden konnten. Als völlig verkehrsunsicher wurden nur sieben Autos eingestuft. Dies ist zusammengefasst das Ergebnis der HU-Statistik vor Ort, die jetzt von TÜV NORD veröffentlicht wurde.
Zwei weitere Zahlen aus der -Statistik: Der durchschnittliche Pkw, der hier geprüft wurde, war 11,4 Jahre alt und hatte mehr als 131.000 Kilometer Laufleistung auf dem Tacho. TÜV NORD-weit hat sich die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln schon zum dritten Mal hintereinander verringert – ein neuer, ein positiver Trend.
Frank Limberg, der Leiter der TÜV-STATION, sagt: „Wir freuen uns über diese Entwicklung der Mängelquoten. Schließlich bauen die Hersteller gute Autos und legen Wert auch auf die Langzeitqualität. Zudem verstärken die Autohäuser und Werkstätten ihre Anstrengungen in Sachen Qualitätssteigerung. Die Autofahrer wiederum kümmern sich in Zeiten guter Wirtschaftlage mehr um Wartung und Pflege ihrer Fahrzeuge und nehmen fällige Termine zur Inspektion und Instandhaltung wahr.
Die Auslastung der Inspektionstermine in den Werkstätten ist ein Indiz dafür. Besonders freuen würde es uns auch, wenn der kurze Check der Beleuchtungsanlage vor Fahrantritt zur Regel wird“.
Dass die Beleuchtungsanlage nämlich mitunter stiefmütterlich behandelt wird, zeigt auch die Verteilung der Mängelgruppen. Hier liegt „Licht, Elektrik“ in der Statistik wieder weit vorne.
Und das, obwohl die Kontrolle der Beleuchtungsanlage und deren Reparatur in der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen ist. Allerdings ist die Quote der erheblichen Mängel in diesem Bereich zurückgegangen. Daran haben auch die Hersteller mit der Entwicklung von zuverlässiger und langlebiger Technik (zum Beispiel LED) ihren Anteil.
Die alljährliche Beleuchtungsaktion, die jeweils im Oktober unter anderem vom Kfz-Gewerbe und dem TÜV durchgeführt wird, dient auch dem Ziel, Beleuchtungsmängel an Fahrzeugen gerade vor der dunklen Jahreszeit abzustellen.
Insgesamt ergibt sich in der TÜV-Statistik als Reihenfolge für die am häufigsten auftretenden Mängelgruppen „Licht, Elektrik“, „Umweltbelastung“ und „Bremse“. Je älter die Fahrzeuge bei ihrem Termin sind, desto höher ist die Zahl derjenigen, die im ersten Anlauf keine Plakette bekommen. Die aktuellen Zahlen: Bei der ersten HU im Alter von drei Jahren finden sich bei 6,6 Prozent der Autos erhebliche Mängel. Im Alter von fünf Jahren sind es schon 11,8 Prozent und so geht es weiter bis zu den Elfjährigen, von denen 31,9 Prozent zur Reparatur in die Werkstatt müssen.
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