Topographische Modelle präsentiert

Die Kulturlandschaft im Tal der Markau

Kirchberg (ag). Im Rahmen des Brunnenfestes präsentierte der Kirchberger „Arbeitskreis Ortsgeschichte“ einen Informationsstand vor der Mehrzweckhalle. Hinter Glas befinden sich dort in großen Schaukästen drei topographische Modelle aus drei Jahrhunderten. En miniature zeigen sie die allmähliche Entwicklung der Kulturlandschaft im Tal der Markau.
Der Betrachter erfasst nun auf einen Blick, wie sich Dorf und Umgebung in den vergangenen 800 Jahren verändert haben. Es war die Absicht des Arbeitskreises , die 800-Jahrfeier 2006 mit etwas Dauerhaftem zu ergänzen und gleichzeitig das Areal vor der Mehrzweckhalle sinnvoll zu gestalten.
Das Modell zum 13.Jahrhundert vermittelt einen Eindruck von der Verhüttung der Rammelsberger Erze im Schutz der Kirchberger Wasserburg. Der Erztransport durch Eselkaravanen, das Abholzen des Waldes, die Gewinnung von Holzkohle und die Arbeit an den Schmelzöfen sind vereinfachend ,aber überzeugend nachgebildet worden.
Das Exponat zur frühen Neuzeit macht die Dreifelderwirtschaft und die bäuerlichen Handarbeiten wieder lebendig. Getreu der ersten Kartierung des Dorfes im Jahre 1759 sind die strohgedeckten Häuser, das Gutshaus, wie es Merian gezeichnet hat ,und der andersartige Verlauf von Straßen, Feldwegen und Bächen zu sehen.
Im dritten Modell schließlich ist das heutige Kirchberg möglichst genau mit allen Wohnhäusern erstellt worden. Bildbeherrschend ist die Umgehungsstraße .Die wenigen großen landwirtschaftlichen Maschinen und das Fehlen von Kühen,Schweinen,Schafen und Federvieh lassen den dörflichen Strukturwandel erahnen.