Traumfabrik an der Leine

Traumfabrik an der Leine – Filmplakate aus Göttingen sind im Städtischen Museum zu sehen.

Neue Ausstellung zur Filmstadt Göttingen im Städtischen Museum zu sehen

Im Jahr 1945 gründeten Rolf Thiele und Hans Abich die Filmaufbau Göttingen und machten die Stadt in den 50er Jahren zur Traumfabrik an der Leine. Im Studio auf dem Gelände des ehemaligen Wehrmachtsflugplatzes zwischen Grone und Holtensen wurden in den Jahren von 1949 bis 1961 über einhundert Spielfilme gedreht, darunter so bekannte Streifen wie Nachtwache, Das Haus in Montevideo, Königliche Hoheit und Rosen für den Staatsanwalt. Diese aufregende Zeit wird in der Ausstellung des Städtischen Museums „Traumfabrik an der Leine: Göttinger Filmplakate“ wieder lebendig. Zu sehen sind hier von heute über 60 Plakate zu diesen Filmen, darunter auch viele Meilensteine und Glanzlichter der Göttinger Filmgeschichte.
Alle gezeigten Plakate stammen aus Ankäufen des Jahres 2010, als das Stadtarchiv die Gelegenheit hatte, über zwei private Sammler und Händler zahlreiche Göttinger Filmplakate zu erwerben und damit auf einen Schlag eine große Lücke in seiner umfangreichen Plakatsammlung aufzufüllen: Tatsächlich besaß das Stadtarchiv bis dahin kein einziges Göttinger Filmplakat.
In den 50er Jahren wurden Filmplakate wegen der aufwendigen und dadurch teuren Drucktechnik nur in kleinen Auflagen produziert. Aus diesem Grund und auch weil selbst das jüngste Göttinger Filmplakat mittlerweile über 50 Jahre alt ist, sind die Plakate heute seltene und begehrte Sammlerstücke. Das Städtische Museum freut sich die neuerworbenen Stücke jetzt der Öffentlichkeit zeigen zu können. Ergänzt wird die Plakatausstellung durch Leihgaben, die das Kulturarchiv Hannover zur Verfügung gestellt hat. Hierzu gehören neben Infotafeln zur Filmstadt Göttingen auch Fotos und Fotoalben, Drehbücher und andere interessante Original-Dokumente aus dem Nachlass der Filmaufbau Göttingen. Zu sehen ist die Ausstellung in Seesen noch bis zum 9. Juni.