Treffen war mit vielen Erinnerungen verbunden

Rast am Vollbrechtsbrunnen am Buchberg in der Münchehöfer Forst.
 
Zünftiger Abschluss an der Hütte der Reservistenkameradschaft in Münchehof.

Tour einer ehemaligen Jugendgruppe in Münchehof mit Abschluss an der Hütte der Reservisten-Kameradschaft

Zum dritten Mal in Folge und nach mehr als fünfzig Jahren trafen sich jetzt die Mitglieder der ehemaligen Münchehöfer Jugendgruppe erneut zu einem geselligen Wochenende. Die Münchehöfer „Wikinger“, die insbesondere in den 1950er und 1960er Jahren als Jugendgruppe mit einem besonderen musikalischen Schwerpunkt aktiv waren und sich Mitte der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts auflösten, waren auf Initiative der Burgdorfer Wikinger, die mit Genehmigung der damaligen britischen Besatzungszone ins Leben traten, gegründet worden. Die Ziele der Wikinger waren insbesondere das gemeinschaftliche, kameradschaftliche Erleben in der Gruppe bei Fahrten, Wanderungen und in Zeltlagern sowie das gemeinschaftliche Musizieren. Die Wikinger waren von Anfang an unabhängig, überparteilich und ideologisch ungebunden. Leider wurden die Wikinger, und das wird noch heute bedauert, manchmal mit der „Wiking-Jugend“ verwechselt, die 1994 wegen ihrer Verfassungsfeindlichkeit verboten wurde. Anknüpfend an alte Tugenden stand auch diesmal wieder die Pflege der Kameradschaft, die Erkundung der Heimat und die Geselligkeit beim gemeinsamen Musizieren und Gesang im Vordergrund des dies­jährigen Treffens.
Auf Initiative von Wolfgang Meier und Franz Maier fand das Treffen, zu dem sich wieder die meisten ehemaligen Wikinger einfanden, am letzten Wochenende statt. Nach einer zünftigen Begrüßung hatten die Initiatoren zur Überraschung aller Teilnehmer diesmal eine Planwagenfahrt organisiert, die bei allen Begeisterung auslöste. Zunächst führte die Fahrt, für die Henner Warnecke mit Trecker- und Planwagengespann verantwortlich zeichnete, über den Röseberg mit herrlichem Blick in den gesamten Ambergau und auf die Wälder des Harzes und dann entlang des Waldsaumes an der Tiefen Kuhle und bei Hörnerklang durchs Dorf. Danach ging es dann ins Griesebachtal und anschließend rund um den Buchberg zum neu errichteten Vollbrechtsbrunnen. Hier wurde eine zünftige Pause eingelegt, zumal sich hier, nachdem der Orkan Kyrill vor Jahren für einen rigorosen Kahlschlag sorgte, eine wunderbare Aussicht bis hin zu den Höhenzügen des Sollings eröffnet. Danach ging es dann über die Wildemannstraße erneut durchs Dorf bis zur ehemaligen Heimkehrerhütte, die jetzt von der Reservistenkameradschaft genutzt wird. Hier war dann alles für ein zünftiges Abendessen vorbereitet, und danach wurde dann so manche Anekdote aus früheren Zeiten bei Lagerfeuer, Musik und natürlich den üblichen Durstlöschern ausgetauscht. Oft begannen die Erinnerungen mit der Frage: „Weißt du noch?“ Und die meisten erinnerten sich natürlich der schönen Begebenheiten, die mit den vielen Unternehmungen der Wikinger in der Jugendzeit verbunden waren. Nach einer kurzen Nacht trafen sich alle noch einmal in der Gaststätte „Harzklause“ zum gemeinsamen Frühstück und ließen damit das diesjährige Treffen, zu dem auch ehemalige Mitglieder wie Dr. Bernd Dienemann selbst aus dem Ruhrgebiet angereist waren, ausklingen. Klar, dass viele Teilnehmer lobende Worte fanden und die Organisatoren mit Dank überschütteten. Es versteht sich von selbst, dass nach einem solchen Event schon jetzt verabredet wurde, sich bereits in Kürze erneut zu treffen.