„Treffpunkt für Alle“ ist ein Beitrag zur Integration

Geschäftsführer Bernward Steinkraus, Bürgermeister Hubert Jahns, Carolin Reulecke, Hans-Werner Ohlsen und Lothar Hampe (von links).

Eröffnung des Kooperationsprojektes der Lebenshilfe und der Lammetal-Werkstätten

Seesen (mn). Wie erwartet, war der Andrang bei der feierlichen Eröffnung des „Treffpunkts für Alle“ in den Räumen des Seesener Bahnhofs groß. Der erste Eindruck: Das gemeinsame Projekt der Lebenshilfe Bad Gandersheim/Seesen und den Lamspringer Lammetal-Werkstätten kann sich sehen lassen.
Hans-Werner Ohlsen, 1. Vorsitzender der Lebenshilfe, scherzte in seiner Begrüßungsrede, dass die Lebenshilfe jetzt fast den gesamten Bahnhof in Beschlag hat, und nur noch ein kleiner Rest für wartende Fahrgäste und die eigentliche Bestimmung eines Bahnhofs zur Verfügung steht.
Mit dem „Treffpunkt für Alle“ wollen Lebenshilfe und Lammetal-Werkstätten ihrem Ziel, die selbstverständliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Leben in der Gesellschaft durchzusetzen, näher rücken. Zusammengefasst wird dieses Bestreben mit dem Begriff „Inklusion“ umschrieben.
Lothar Hampe, Geschäftsführer der Lammetal-Werkstätten, machte jedoch deutlich, dass „Inklusion“ noch Zukunftsmusik sei. Zunächst müsse die Integration von Menschen mit Behinderungen vorangetrieben werden. Erst, wenn das erreicht wurde, kann von „Inklusion“ gesprochen werden.
Neben dem Bürgermeister der Stadt Seesen, Hubert Jahns, wohnten der Eröffnung Erik Homann, Erster Stadtrat, und Ratsmitglied Uwe Klöppner bei. Zu den weiteren Gästen zählten unter anderem Pastor Thomas Weißer, Roswitha Voß, Leiterin des Sozialzentrums, und Bernward Steinkraus, Geschäftsführer der Lebenshilfe Bad Gandersheim/Seesen. Natürlich ließ es sich auch der Vermieter der Räumlichkeiten im Bahnhof, Bernd Frerichs, nicht nehmen, der Veranstaltung beizuwohnen.
Seesens Bürgermeister betonte, dass der „Treffpunkt für Alle“ ein Projekt sei, das direkt in das Herz der Stadt trifft. „Wir werden das Projekt nach allen Kräften unterstützen, denn es handelt sich hierbei um eine Einrichtung, die die Stadt Seesen bereichert“, sagte Jahns.