Über 330 gefiederte Schönheiten zogen die Blicke der Besucher auf sich

Der Schaubrüter ermöglichte es, den Küken beim Schlüpfen zuzuschauen. (Foto: Bordfeld)
 
Jugendwart Uwe Schrader sowie Gustav Uhde und Friedrich Brackmann, die für ihre erfolgreichen Tiere auch einen Tellerpreis erhielten, Norbert Niedrich, Friedhelm Niehus und Manfred Höbelmann (v. l.) freuten sich über die Bewertung der gefiederten Freunde. (Foto: Bordfeld)
Förste/Seesen (pb). Der Verein für Geflügelzucht Osterode und Umgebung, welcher übrigens genau 120 Jahre besteht, hatte für zwei Tage die Mehrzweckhalle Förste zu einer recht vertrauten Begegnungsstätte zwischen Mensch und Tier gemacht. Denn 41 Züchter aus dem Kreis Osterode und benachbarten Kreisen stellten über 330 gefiederte Schönheiten aus, die zum Verweilen einluden. Sieben dieser beflügelten Stars hatten von den vier Preisrichtern – Ulrich Neumann aus Bad Harzburg, Dieter Niedergesäß aus Dassel, Klaus Roth aus Nordhausen und Wolfgang Vaterodt aus Niederorschel – jeweils die Note „Vorzüglich“ erhalten, darunter waren auch Wilhelm Minne (Osterode) mit seinen tschechischen Gänsen und Willi Töpperwien (Osterode) mit seinen Niederrheiner Blau-Sperber.
Unter den insgesamt 24-mal „Hervorragend“ waren auch Wolfgang Roepke (Badenhausen) mit seinen blau-gelben Hochbrutflugenten, Gustav Uhde (Seesen) mit seinen gestreiften Amrocks, Norbert Niedrich (Seesen) mit seinen gelben Deutschen Zwerg-Langschan, Friedrich Brackmann (Seesen) mit seinen dunklen Modena Schietti und Manfred Höbelmann (Windhausen) mit seinen Schlesischen Kröpfer blau mit schwarzen Bindern und blau gehämmert.
Der diese Schau ausrichtende Verein erhielt aber auch zwei Auszeichnungen, einmal einen Porzellan-Pokal und dann einen Ehrenteller von dem stellvertretenden Vorsitzenden des Landesverbandes, Alfred Karl Walter. Das Erstgenannte stand für die schönste Geflügelausstellung des Landesverbandes, was übrigens die bereits dritte Auszeichnung hintereinander dieser Art war. Der ganz besondere Teller galt als Ehrengabe für den Verein, der auf eine 120 Jahre währende Geschichte zurückblicken kann. Der Gratulant erinnerte daran, dass im Gründungsjahr des Geflügelzuchtvereins beispielsweise David Eisenhower und Agatha Christi sowie Anton Herman Gerad Fokker das Licht der Welt erblickt haben. Und die Universität Göttingen habe auf dem Brocken einen Garten eröffnet, in dem heute noch 1800 Pflanzen vor dem Aussterben bewahrt werden. Auch der Geflügelzuchtverein sorge mit seiner Tätigkeit dafür, dass viele alten Rassen nicht mehr nur in Büchern zu finden seien.
Bevor aber diese Worte der Anerkennung zu vernehmen waren, hieß der 1. Vorsitzende, Friedhelm Niehus, alle Eröffnungsgäste aufs Herzlichste willkommen. Er sprach all den Ausstellern, den Helfern sowie der Stadt Osterode und dem Ortsrat Förste/Nienstedt ein großes Dankeschön aus. Ohne deren Unterstützung wäre so eine Ausstellung nicht zu meistern.
Ortsbürgermeister Bernd Fröhlich eröffnete dann in der Funktion des Schirmherrn die 36. Schau und sparte nicht mit Worten der Anerkennung. Dem Geflügelzuchtverein sei es zum 36. Mal gelungen, die Halle so herzurichten, dass man sich darin wohlfühle. Der traditionsreiche Verein kümmere sich mit alltäglicher Fürsorge um seine Tiere, was an diesen zwei Ausstellungstagen zu sehen sei. Ihn freue es ganz besonders, dass auch die Jugend wieder vertreten sei, und der Ortsrat Förste/Nienstedt freue sich immer wieder auf und über diese Ausstellung.
Übrigens waren während dieser zwei Tage nicht „nur“ ausgewachsene 127 Hühner, 127 Tauben, acht Gänse und 18 Enten zu sehen, sondern auch ein Muttertier mit seinem zweiwöchigen Nachwuchs, erst ein paar Tage alte Küken. Außerdem durfte zugeschaut werden, wie in einem Schaubrüter die kleinen Wesen schlüpften.