Ulrich Gnauck verlässt Seesen

Regionalgeschäftsführer der Asklepios Kliniken geht in die Uckermarck zurück

Ulrich Gnauck, langjähriger Geschäftsführer der Asklepios Kliniken Schildautal, wird nach 20 Jahren Verantwortung, in den letzten Jahren indirekt, für die Kliniken seinen Posten räumen und fortan in seiner alten Heimat beruflich tätig sein.
Gnauck begann seine Tätigkeit im Jahr 1994 als Verwaltungsleiter in der Klinik Schildautal. Damals noch unter der Trägerschaft der Arbeitwohlfahrt. Ein Jahr später, also im Jahr 1995, sind die Kliniken im Schildautal in die Asklepios-Gruppe übernommen worden und Ulrich Gnauck wurde Geschäftsführer der Asklepios Kliniken Schildautal.
Unter der Leitung Gnaucks entwickelte sich die Klinik in 15 Jahren zu einem Akut- und Fachkrankenhaus mit einem landesweit ausgesprochen gutem Renomeé.
Gemeinsam mit den Ärzten und dem gesamten Klinikpersonal hat Gnauck die Fach-kliniken zu einem bedeutenden Zentrum für Diagnose, Behandlung, Therapie und Rehabilitation entwickelt und auf ein wirtschaftlich gesundes Fundament gestellt.
So wurde die überregionale „Stroke Unit“, zu Deutsch etwa Schlag(anfall)station, aufgebaut. Die Neurologische Frührehabilitation konnte sich etablieren. Im Laufe der Jahre konnte sich die Zahl der Beschäftigten von anfänglich 540 Mitarbeitern auf über 1000 Mitarbeiter erhöhen.
Schon im Jahr 1998 hatte Asklepios mit Investitionen von damals 1,6 Millionen D-Mark die Qualität der medizinischen Betreuung wesentlich erhöht. Alle Bettenzimmer im Bereich des Ostflügels wurden komplett saniert.
Auch in den Jahren danach wurde mit erheblichen Investitionsaufwendungen die Schildautal Klinik auf den neuesten Stand für medizinische Versorgung gebracht. Dazu gehörte unter anderem der Ausbau der Neurologischen Frührehabilitation, die Sanierung des Westflügels sowie der Umbau der Intensivstation.
Unter Gnaucks Leitung konnte in kurzer Zeit das Millionenprojekt „Intergration der städtischen Klinik Seesen am Standort Asklepios Kliniken Schildautal“ durchgesetzt werden. Nach nur zehn Monaten Bauzeit wurde der Neubau am 2. Oktober 2009 eingeweiht.
Ein Jahr später wurde die Schildautal Klinik für ihre Reha-Qualität deutschlandweit mit dem 1. Platz ausgezeichnet, man bestach in allen sieben Qualitäts­kriterien.
Ulrich Gnauck wechselte im selben Jahr innerhalb der Asklepios-Gruppe zu den Harz­-kliniken nach Goslar. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde betonte er damals, dass er auch weiterhin mit Seesen in Kontakt bleiben werde, und eine enge Kooperation zwischen den Harzkliniken in Goslar und den Schildautal Kliniken in Seesen anstrebe. Vier weitere Jahre später entschied er sich nun für den endgültigen Schritt raus aus der Region.
„Rückblickend waren es schöne, interessante, zeitweilig harte aber auch erfolgreiche Jahre“, so Ulrich Gnauck gegenüber dem „Beobachter“.
War sein Dienstbeginn noch geprägt durch eine Belegschaft in einem 200 Bettenhaus , die mit großer Sorge in die Zukunft blickte, ist der Standort heute mit 500 Betten eine der wirtschaftlich stärksten Kliniken im Konzernverbund.
Für diesen Erfolg bedankte sich Gnauck in einer E-Mail bei all seinen Kolleginnen und Kollegen. Dieser Erfolg wäre undenkbar ohne den Fleiß, die Professionalität und Flexibilität des gesamten Klinik-Stabes. Es hätte sich sicherlich schon „durchgeschwiegen“, dass er sich entschieden habe, in seine alte Heimat zurückzugehen. Gnauck wird am 1. September die Klinik in Schwedt übernehmen und dann „nur noch“ für die Kliniken in Schwedt, Pasewalk und Sankt Augustin zuständig sein. er freue sich auf diese neue Herausforderung und dankt dem Konzern, dass er ihm diese Möglichkeit gibt.
Seesen wird unter Führung von Stefan Menzel und seinem Führungsteam dann direkt durch den Konzerngeschäftsführer Kai Hankeln gecoacht. Selbstverständlich stehe er für unterstützenden Aufgaben weiterhin zur Verfügung, so der ehemalige Geschäftsführer.