"Umweltverträglicher Strom-Transport wohl nicht gewollt"

BI "Der Ambergau wehrt sich" von ROV-Ergebnis enttäuscht

Seesen/Bockenem (bo). Nach über vierjährigem Kampf für eine komplette Gleichstrom-Erdverkabelung der Trasse Wahle–Mecklar herrscht in der Bürgerinitiative „Der Ambergau wehrt sich“ Enttäuschung über das von Landwirtschaftsminister Lindemann verkündete Ergebnis des Raumordnungsverfahrens.
Trotz der konstruktiven Vorschläge der Bürgerinititativen, so heißt es in einer Pressemitteilung, werde überwiegend eine Freileitung in Wechselstromtechnik entstehen. Das geringe Teilstück in Erdverkabelung bringe nur wenig Nutzen, da bei einem Wechselstrom-Erdkabel aufwändige Übergabestationen und massive Eingriffe in das Erdreich erforderlich seien.
Als Fazit bleibt, dass ein menschen- und umweltverträglicher Stromtransport auf bundespolitischer Ebene nicht gewollt ist. Dadurch werde der für den Umbau der deutschen Stromversorgung erforderliche Netzausbau unnötig verzögert, da Proteste vorprogrammiert seien.