Varroamilbe brachte Imkern erhebliche Verluste

Der Vorstand des Imkervereins mit Wilhelm Hans (rechts) an der Spitze. (Foto: Heinzel)

Bei der Versammlung des Imkervereins kam nicht nur der 1. Vorsitzende, sondern auch die „Obleute“ zu Wort

Seesen (bo). Bei der diesjährigen Hauptversammlung des Imkervereins in den Räumlichkeiten des Ratskellers wurde die Versammlung durch den 1. Vorsitzenden Wilhelm Hans eröffnet. Neben den üblichen Regularien wie Feststellung der Beschlussfähigkeit wurde dem im letzten Jahr verstorbenen Imkerkollegen Ernst Grüning gedacht, welcher in seiner 50-jährigen Mitgliedschaft 20 Jahre lang die Geschicke des Vereins als 1. Vorsitzender geleitet hatte. Seit 1988 war Ernst Grüning Ehrenvorsitzender.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung kamen nicht nur der 1. Vorsitzende, sondern auch die sogenannten „Obleute“ zu Wort. Doch zunächst berichtete Wilhelm Hans vom abgelaufenen Vereinsjahr: Im Frühsommer wurden für Vereinsmitglieder junge Königinnen besorgt, die ihre neuen Besitzer leider nur mit mäßigem Begattungserfolg erfreuen konnten. Anlässlich der Sommerveranstaltung des Heimatvereins von Rhüden erfolgte eine Einladung zu einem Vortrag über Bienenkunde und Trachtpflanzen. Beide Themen wurden anschaulich von Wilhelm Hans und Holger Ritzke (Obmann für Trachtpflanzen) erläutert.
Bei der Sommerveranstaltung des Imkervereins besuchte man gemeinsam die Firma Heinz und besichtigte im Anschluss den Bienenstand von Wilhelm Hans – zum Abschluss gab es einen gemütlichen Grillabend auf dem Hansschen Hof. In den dreimal stattfindenden Vorstandssitzungen wurde unter anderem eine neue Satzung vorbereitet, die zuvor von Wilhelm Hans und Georg von Petersdorff-Campen überbearbeitet war.
Der letzte Punkt in den Ausführungen des 1. Vorsitzenden war die Erwähnung der erfolgreichen Weihnachtsfeier bei Gebäck, Gesang und einem gelungenen Vortrag eines Imkerkollegen aus Hannover.
Nun kamen die Obleute zu Wort: Holger Ritzke erzählte von seinem Ansinnen, am hiesigen Gymnasium einen Bienenstand als Projekt zu etablieren. Nach Anfangsschwierigkeiten wurden zwei Bienenstöcke seitens des Landkreises bewilligt. Bisheriges Brachland in Umgebung der Schule wird mit Trachtpflanzen bestückt.
Josef Waitkus als Honigobmann konnte nur über tendenziell steigende Honigpreise sprechen und monierte, das er seitens des Landesverbandes keine Informationen erhalten habe.
Georg von Petersdorff- Campen, welcher seit Jahrzehnten das Wetter beobachtet und ebensolche Aufzeichnungen tätigt, gab einen interessanten Bericht über die Wetterlage des vergangenen Jahres ab, wobei er nicht vergaß, die Wetterentwicklung in Zusammenhang mit der Entwicklung der Population der Varroamilbe zu bringen. Diese für die Bienen tödliche Milbe hat im Herbst schon einigen Imkern erhebliche Verluste beigebracht.
Neben dem Kassenbericht und der Entlastung des Vorstandes standen auch in diesem Jahr wieder Neuwahlen beim Imkerverein an: Der stellvertretende Vorsitzende Andreas Ferchow sowie Schriftführer Heinz- Christian Bauer wurden einstimmig wiedergewählt.
Als letzten großen Tagesordnungspunkt wurde die Satzungsänderung besprochen. Da aber nicht genug Imker zur Abstimmung über die neue Satzung vor Ort waren, musste der Vereinsvorstand die Abstimmung vertagen und auf rege Beteiligung bei der „Briefwahl“ hoffen, damit die doch in die Jahre gekommene Satzung von 1951 auf den neuesten Stand gebracht werden kann.
Nach einem besonderen Dank an Schriftführer Heinz-Christian Bauer für seine zeitintensive Arbeit an der Änderung der Satzung wurde die Versammlung geschlossen.