Verein „Spurensuche Harzregion“ besucht Museum und zieht im „Ratskeller“ Bilanz

Zwangsarbeiteinsatz in Seesen in Broschüre thematisiert

Seesen (bo). Der Verein Spurensuche Harzregion führt am morgigen Dienstag, 29. März, um 18 Uhr im Seesener „Ratskeller“ seine Jahresmitgliederversammlung durch. Interessierte Gäste sind herzlich eingeladen.
Der kleine, aber aktive Verein, der sich der regionalen Zeitgeschichte verschrieben hat, tagt mit Seesen in einer Stadt, in deren Konservenindustrie in der NS-Zeit massiver Zwangsarbeitereinsatz stattfand. Dieser Teil der Seesener Stadtgeschichte wurde vom Verein Spurensuche 2009 in einer Broschüre erstmals umfassend beschrieben.
Diese Broschüre wird während der Versammlung auch käuflich zu erwerben sein. Aktive Unterstützung fand der Verein bei Dr. Joachim Frassl.
Auch im neugestalteten Städtischen Museum Seesen ist dieser Teil der Seesener Stadtgeschichte zwischenzeitlich dargestellt.
Vor der Hauptversammlung besteht um 17 Uhr die Möglichkeit der Besichtigung des Städtischen Museums und dessen neuer kleiner Abteilung zur NS-Zeit in der Stadt. Um 18 Uhr beginnt dann die öffentliche Mitgliederversammlung im „Ratskeller“.
Einleitend wird Dr. Joachim Frassl über die Aktivitäten zum Thema Zwangsarbeit in Seesen und auch über seine Arbeiten zur Geschichte der Juden, der Jacobson-Schule und der Synagoge in Seesen berichten.
Anschließend geht es unter anderem um Vereinsregularien, den Rechenschaftsbericht des Vorstandes, Neuwahlen und den Vereinshaushalt.