Versicherungen im Urlaub – was ist sinnvoll und was nicht?

Urlaub ist wohl für alle die schönste Zeit des Jahres, allerdings können Krankheiten, Unfälle oder Diebstähle die Ferienfreuden kräftig trüben. Reiseversicherungen stehen deshalb hoch im Kurs. Doch längst nicht jedes der zahlreichen Angebote gehört auch ins Reisegepäck – oder eben in den Strandkorb.

Krankheit, Unfall oder Diebstahl: Reiseversicherungen sollten gut überlegt sein

Die Reisewelle rollt und rollt und rollt. Urlaub ist natürlich die schönste Zeit des Jahres, allerdings können Krankheiten, Unfälle oder Diebstähle die Ferienfreude kräftig trüben. Reiseversicherungen stehen deshalb hoch im Kurs. Doch längst nicht jedes der zahlreichen Angebote gehört auch ins Reisegepäck, betont Jürgen Buck, Vorstand der Verbraucherorganisation Geld und Verbraucher.
Wer seinen Urlaub im Reisebüro bucht, wird oft mit Reiseversicherungsangeboten überhäuft. Besonders beliebt bei den Anbietern: „All-in-one-Pakete“. Diese beinhalten meist Haftpflicht-, Unfall-, Rücktritts-, Gepäck- und Krankenversicherungen. Der Rundum-Versicherungsschutz ist in der Regel jedoch eine relativ teure Angelegenheit, besonders angesichts der oftmals kurzen Vertragsdauer und der niedrigen Versicherungssummen. Zudem sind die meisten Bestandteile des Pakets in vielen Fällen völlig unnötig.
Jürgen Buck empfiehlt in diesem Fall, neben Privathaftpflicht- und Unfallversicherung, die man eigentlich immer und das ganze Jahr über haben sollte, den Abschluss einer guten Auslandsreise-Krankenversicherung. Dies gilt insbesondere für gesetzlich Krankenversicherte. Denn sie genießen während einer Auslandsreise nur dann Krankenversicherungsschutz, wenn das Reiseland der Europäischen Union angehört oder wenn, wie zum Beispiel mit der Schweiz, ein Sozialversicherungsabkommen besteht. Und selbst dann ist noch keine Entwarnung angesagt. Bei Autoreisen ins Ausland ist es empfehlenswert eine Verkehrs-Rechtsschutzversicherung, und einen Schutzbrief abzuschließen. Vor dem Risiko, dass eine Pauschalreise aus wichtigem Grund nicht angetreten werden kann, oder vorzeitig abgebrochen werden muss, schützt eine Reiserücktrittskosten-Versicherung.
Diese wird mit oder ohne Reiseabbruchversicherung angeboten. Im Versicherungsfall – etwa bei schwerer und unerwarteter Krankheit beziehungsweise Unfall sowie Tod des Versicherten oder eines nahen Angehörigen – übernimmt diese die anfallenden Stornokosten oder mögliche zusätzliche Kosten für die Rückreise. Gegen einen Prämienaufschlag bieten die meis­ten Versicherer zudem die Möglichkeit, teure, nicht im Pauschalpreis enthaltene Extraleistungen wie zum Beispiel Mietwagen oder Safariausflug zusätzlich zu versichern. Der Abschluss einer Reiserücktrittskosten-Versicherung kann sich durchaus lohnen. Dies gilt natürlich um so eher, je teurer die geplante Reise ist. Allerdings wird den Reisenden in der Regel eine Selbstbeteiligung abverlangt.