Viel besser als ihr Ruf

Volker Weißbach, Leiter des Fachdienstes Sozialpädagogische Dienste des Landkreises Goslar: „In der Öffentlichkeit wird eher selten über die gute, erfolgreiche Arbeit der Jugendhilfe gesprochen. Thematisiert werden meist Fälle in denen etwas schief gelaufen ist und individuelle Tragödien“. (Foto: Landkreis Goslar)

Ein Gespräch mit Volker Weißbach über das oftmals schlechte Image von Jugendämtern

Jugendämter genießen deutschlandweit einen eher schlechten Ruf.

Landauf, landab haben die rund 600 Jugendämter mit nahezu immer gleichlautenden Vorwürfen beziehungsweise Vorurteilen zu kämpfen: Sie schreiten zu spät ein und holen Kinder nicht aus den Familien. Sie schreiten zu früh ein und holen die Kinder ungerechtfertigt aus den Familien. Sie schreiten gar nicht ein – und Kinder sterben.
Auch die Mitarbeiter des Jugendamtes im Landkreis Goslar kennen derartige Vorwürfe und wissen um die negativen Assoziationen vieler Bürger. Volker Weißbach, Leiter des Fachdienstes Sozialpädagogische Dienste des Landkreises Goslar, geht im Interview auf die größten Herausforderungen der Jugendämter ein.

Herr Weißbach, Sie können wahrscheinlich ein Lied ob des großen Spannungsfeldes singen, denen sich Jugendämter im Zuge ihrer täglichen Arbeit ausgesetzt sehen. Häufig verbindet die Bevölkerung keine positiven Assoziationen mit Jugendämtern, sondern schreibt ihnen meist eine negative Rolle zu. Woran liegt das? Was sind Ihrer Meinung nach die entscheidenden Gründe dafür?
Volker Weißbach: Bei uns geht es um die Entwicklung von Kindern, um Haltungen von Eltern und Prognosen für die Zukunft. Das birgt Konfliktpotential und genau darin liegt auch die Schwierigkeit unserer Arbeit. Denn es ist nicht nur unsere Aufgabe, die Situation jedes einzelnen Kindes zu verbessern, sondern auch, die Eltern auf diesem Weg mitzunehmen und bei ihnen um Verständnis für unser Handeln zu werben.

Das vollständige Interview lesen Sie in der heutigen Ausgabe des Beobachters vom 2. Januar.