Viel Informationsbedarf vor Startschuss für Inklusion

Förderschulrektorin Doerthe Niebaum informierte die Gäste über die anstehenden Veränderungen.

Stadtelternrat und Vertreter der Schulelternräte zu Gast in der Sehusa-Schule

Die Mitglieder des Stadtelternrates waren in der vergangenen Woche einer Einladung der Förderschulrektorin der Sehusa-Schule Seesen, Doerthe Niebaum, gefolgt. Im Anschluss an die erste Sitzung dieses Jahres war eine erweiterte Einladung an alle Vertreterinnen und Vertreter der Schulelternräte im Stadtgebiet Seesen erfolgt.
Doerthe Niebaum gab anhand einer Powerpoint-Präsentation eine kurze Darstellung über die Veränderungen mit Beginn der Inklusion zum 1. August 2013. Von der Elternseite gab es sehr viele Fragen über die Umsetzung der Gesetzesänderung sowie über die speziellen Gegebenheiten im Landkreis und besonders natürlich vor Ort in Seesen. Vor allem wurde auch Kritik geübt, dass über dieses Thema noch so wenig informiert worden sei. Bei der sehr emotional geführten Diskussion der wissbegierigen Teilnehmer waren am Ende noch mehr Fragen offen als zu Beginn der Veranstaltung.
„Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann keiner die genaue Entwicklung bei der Einführung der Inklusion an den Schulen vorhersehen. Es sind unzählig viele Faktoren auf allen Seiten, in den Familien, in den Schulen und in den Behörden zu berücksichtigen“, sagt die kommissarische Stadtelternratsvorsitzende Andrea Oelhoff. Die Gesetzesvorgaben, bauliche Gegebenheiten, zwischenmenschliche Aspekte und die ganz persönliche Situation der Betroffenen seien immer individuell bei den Inklusionsmaßnahmen zu bedenken und entsprechend in die Umsetzung einzubinden.
Fazit der über 20 Teilnehmer/-innen: Es gibt sehr viel Aufklärungs- und Informationsbedarf, es bedarf eines optimalen Informationsaustauchs von allen Seiten, noch mehr Logistik, sehr viel Geduld und Empathie. Aber alle sind sich einig: Es muss und es wird viel passieren.