Viele Probleme in der Altenpflege

Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt (2. von rechts) kam in Seesen mit SPD-Vorsitzenden und Andrea Melone (links), der SPD-Landtagsabgeordneten Petra Emmerich-Kopatsch (rechts) und Bewohnern zusammen. Sie war an einem Einblick in die Praxis interessiert.

Sozialministerin Cornelia Rundt war in der Seesener Seniorenwohnanlage „Am Schildberg“ zu Gast

Die Menschen werden immer älter. Dadurch steigt auch der Pflegebedarf. Doch in der Altenpflege malte Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt eher mit dünsteren Farben.

Bei ihrem Besuch in der Seesener Seniorenwohnanlage „Am Schildberg“ fand sie deutliche Worte. Eingeladen hatte sie der Seesener SPD-Ortsverein. Vor Ort war auch die SPD-Landtags- und Kreistagsabgeordnete Petra Emmerich-Kopatsch.
Cornelia Rundt freut sich über solche Einblicke in die Praxis. Oft zeigen sie, dass Dinge, die am Schreibtisch noch gut aussehen, in der Realität überhaupt nicht funktionieren. Vor allem spricht sich die Sozialministerin ganz klar gegen eine Akademisierung der Pflege aus. „Wir brauchen nicht alle in der Leitungsfunktion, sondern vor allem gut ausgebildete Fachkräfte“, so Rundt. Auch sie weiß wie schwer es ist, diese zu finden. Die Sache mit dem Fachkräftemangel brennt auch den Verantwortlichen der Seniorenwohnanlage unter den Nägeln. „Die Zeiten in denen wir reihenweise Bewerbungen aus dem Tisch haben, sind vorbei“, sagt Heimleiter Michael Herrmann. Von den 100 Mitarbeitern sind in der Seniorenwohnanlage 70 in der Pflege tätig. Vor allem bei der Ausbildung wird der Bewerbermangel offensichtlich. „Wir stellen jetzt zwei vietnamesische Pflegeschüler ein, um die Plätze besetzt zu bekommen“, fügt Herrmann an. In den drei Ausbildungsjahrgängen hat die Seniorenwohnanlage insgesamt sieben Altenpflegeschüler. Eine Chance für die Zukunft. Laut der Sozialministerin sei die Pflege offen für ausländische Fachkräfte.

Den gesamten Artikel lesen Sie in der gedruckten Ausgabe vom 5. August 2016