Vielfalt, die verbindet

Das Interkulturelle Fest im Jacobson-Haus stieß auf große Resonanz. Mit Interesse wurde die...

Interkulturelles Fest im Jacobson-Haus

Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2017 fan-
den bundesweit Veranstaltungen, in Seesen am Montag das Interkulturelle Fest, statt. Und obwohl es nicht das erste Fest dieser Art war, so war es doch ein ganz besonderes. Unter dem Motto „Vielfalt verbindet” hätten die unterschiedlichen Kulturen, die da zusammenkamen unterschiedlicher kaum sein können. Die Veranstaltung wurde durch den „Arbeitskreis Integrationstreff“ (AKIT) und dem Mehrgenerationenhaus organisiert. Bürgermeister Erik Homann erklärte, dass „Vielfalt besser als Einfalt” sei. Er begrüßte zahlreiche Menschen aus fremden Kulturkreisen. „Unsere Stadt braucht Menschen, die sich integrieren wollen. Das tut uns gut, und ich bin ein großer Verfechter der Vielfalt”, bezog Homann deutlich Position. „Unsere Aufgabe ist es, die Räumlichkeiten, Personal und Koordination zu bieten.” Die Aufgabe der Flüchtlinge sei, Teil der Gesellschaft werden zu wollen und die Bereitschaft, die Sprache zu lernen.” Beide Seiten hätten ihre Aufgaben im Integrationsprozess zu erledigen, damit am Ende die Stadt Seesen gewinnt, bei allen Schwierigkeiten, die Integration mit sich bringt.
Im Anschluss hatten die Gäste die Möglichkeit, sich an verschiedene Leckereien rund um den Globus zu stärken. Ludmila Heilmann stellte im weiteren das Programm vor. Den Anfang machte zunächst der Harzklub Seesen, der den ausländischen Gästen mit Liedbeiträgen die Harzer Folklore näherzubringen versuchte. Teils wurden das Dargebotene gebannt verfolgt und mit dem Smartphone auch festgehalten. Teils war der Geräuschpegel im hinteren Bereich des großen Saals im Jacobson-Haus aber auch recht hoch, denn die Anzahl der Gäste war enorm und der Austausch fand auch während des Kulturprogrammes statt. Das hatte neben iranischer Musik auch noch ein Highlight zu bieten, als sich eine Projektgruppe von Flüchtlingen an das Theaterstück „Rotkäppchen und der böse Wolf” heranwagte. Im Ergebnis führt das dazu, dass die Flüchtlinge die deutsche Sprache besser kennenlernen und gleichzeitig die deutsche Kultur näher gebracht bekommen. Anders herum geschah das beim Interkulturellen Fest in Seesen aber auch, leckere Speisen aus Fernost und das Interesse für auf den ersten Blick Fremdes löst Barrieren und schafft Integration.
Insbesondere fiel auf, dass viele junge Familien und noch mehr kleine Kinder den Weg ins Bürgerhaus gefunden hatten. Wenn Integration gelingen soll, dann sind, wie Erik Homann eingangs betonte, beide Seiten aufgefordert, daran mitzuwirken. Das Interkulturelle Fest ist dabei einer von vielen Bausteinen.