Volkstrauertag in Seesen: Gedenken und die Furcht vor neuen Katastrophen

Volkstrauertag 2016 in Seesen – die Gedenkfeier gestern am Ehrenmal stand wiederum nicht nur im Zeichen der Erinnerung, sondern auch im Zeichen der Mahnung.

Traditionell hatte Rolf Ballof in Seesen am Volkstrauertag die Rede gehalten. Er verstarb in diesem Jahr und so war es Bürgermeister Erik Homann, der nicht nur die Ansprache hielt, sondern auch an Rolf Ballof gedachte. Er wies insbesondere auf die zerstörerischen und grausamen Folgen von Krieg und Vertreibung hin. Aus diesen Erfahrungen gelte es zu lernen, man müsse begreifen, dass die Einteilung der Welt in Freund und Feind, abhängig von Nationalität, Religion oder Hautfarbe, die Menschheit ins Verderben führt. Im Anschluss wurden mehrere Kränze niedergelegt (auch von DRK und den Seesener Schützen). Gedacht wurde übrigens auch den verstorbenen Zwangsarbeitern auf dem Städtischen Friedhof (Foto links oben). Hier wurde im Anschluss an das Gedenken über die aktuelle politische Gemengelage diskutiert. Aktuell, so der Tenor mit Blick auf die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten von Amerika, bleibe zu hoffen, dass Frieden herrschen möge auf Erden, gepaart mit der Furcht vor dem Ungewissen, der immerwährenden Angst, dass die Menschen ungewollt neuen, unvorhersehbaren Katastrophen entgegenlaufen.