Vom Panaschieren und Kumulieren

So funktioniert die Kommunalwahl 2011 / Wähler können bis zu zehn Kreuze machen

Seesen (uk). Die Wahlbenachrichtungskarten wurden in dieser Woche verschickt. Fast 17.000 Wahlberechtigte aus demSeesener Stadtgebiet sind am 11.September aufgefordert, bei der Kommunalwahl ihre Stimme abzugeben. Bürgermeister Hubert Jahns als Stadtwahlleiter und der Wahlsachbearbeiter der Stadt Seesen, Markus Timm, haben in dieser Woche auch schon die Wahlzettel präsentiert und geben wichtige Erläuterungen, wie die Kommunalwahl 2011 abläuft und was zu beachten ist.
Insgesamt 22 Wahlvorstände (zehn in der Kernstadt, drei inRhüden, zwei in Münchehof und ansonsten in jedem Stadtteil ein weiterer) mit insgesamt 220 Wahlhelfern beziehungsweise Personal für die Wahlorganisation im Rathaus sollen dann für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Die Wahllokale für Wahlbezirk 8 (Sehusaschule I) und Wahlbezirk 9 (Sehusaschule II) werden zur Verbesserung der Barrierefreiheit erneut im dortigen Pausenforum eingerichtet.
Ab Montag und dann in der Zeit bis zum 26. August liegt zudem das Wählerverzeichnis während der allgmeinen Öffnungszeiten im Bürgerbüro zur Einsichtnahme bereit.
Wer und wie kann bei der Kommunalwahl gewählt werden? Insgesamt erhält jeder Wahlberechtigte in den Wahllokalen in der Kernstadt drei Stimmzettel und in den Stadtteilen sogar vier Stimmzettel. Letzteres aufgrund der Ortsratswahlen in denStadtteilen. Zum einen steht die Wahl des Bürgermeisters an. Hier hat jeder Wähler eine Stimme zu vergeben. Mit Erik Homann (CDU), Hanna Kopischke (SPD) und Firat Savgat (parteilos) haben sich drei Kandidaten für das höchste Amt im Stadtgebiet Seesen beworben. Die Direktwahl für das Amt des Bürgermeisters wird nach den Grundsätzen der Mehrheitswahl durchgeführt. Gewählt ist, wer die meisten Stimmen erhalten hat.
Für die Wahl der Vertretungen zum Stadtrat Seesen und Kreistag Goslar gilt wiederum ein Dreistimmenwahlrecht mit der Möglichkeit des so genannten Kumulierens und des Panaschierens. Dieses Prinzip ist nicht unbedingt leicht zu umschreiben. Wählerinnen und Wähler können hierbei, anders als bei Bundestags- und Landtagswahlen, auf jedem der Stimmzettel für den Ortsrat, Stadtrat und denKreistag je drei Kreuze machen. Sie können dabei alle drei Stimmen einem Wahlvorschlag in seiner Gesamtheit oder einem einzigen Bewerber auf einem Wahlvorschlag geben (Kumulieren). Die Stimmen können aber auch auf mehreren Gesamtlisten und/oder mehrere Berwerber desselben Wahlvorschlages oder verschiedener Wahlvorschläge verteilt werden (Panaschieren). Ungültig ist der Wahlzettel, sobald mehr als drei Keuze gemacht wurden.
Um einen Platz im Stadtrat haben sich fünf Parteien zur Wahl gestellt (SPD, CDU, FDP, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen).
Wahlberechtigt (so genanntes aktives Wahlrecht) sind Deutsche oder Staatsangehörige eines anderen Mitgliedsstaates der EuropäischenUnion, wenn sie amWahltag ihr 16. Lebensjahr vollendet haben.