Von der Reichstagskuppel bis in die Unterwelt

Noch schnell ein Gruppenfoto gemacht, und dann ging es hinab in die „Berliner Unterwelten“. (Foto: Dill)
 
Auch dem Reichstag mit seiner gläsernen Kuppel wurde natürlich ein Besuch abgestattet. (Foto: Dill)

Städtepartnerschaftsverein Seesen – Montecorvino Rovella in Berlin / Live bei Günther Jauch dabei

Eine überaus gelungene Reise in die Bundeshauptstadt liegt hinter dem Städtpartnerschaftsvereins Seesen – Montecorvino Rovella. Die 33-köpfige Reisegruppe setzte sich aus Mitgliedern und Gästen zusammen.

Das Wetter spielte mit. Je länger die Gruppe in Richtung Berlin unterwegs war, desto mehr lockerte die Bewölkung auf. Der zweite Tag verabschiedete sich sogar mit Sonne und frühlingshaften Temperaturen.
Kaum hatten die Teilnehmer in das Maritim Hotel an der Stauffenbergstraße eingecheckt und sich den Ehrenhof, der an das Schicksal der hier am 20. Juli 1944 erschossenen Offiziere erinnert, angesehen, da folgte auch schon eine Stadtrundfahrt mit der Themenführung „Politisches Berlin“.
Eindeutig im Mittelpunkt der Reise stand natürlich der Besuch die Polit-Live Sendung mit Günther Jauch. Diese Veranstaltung findet gewöhnlich immer sonntags statt, und da man dort zum Publikum gehörte, galt es, sich frühzeitig auf den Weg zu machen. Ort des Geschehens war der Gasometer in Berlin-Tempelhof. Nach einem zeitaufwändigen Personencheck wurden die Plätze zugewiesen und der Aufnahmeleiter erläuterte den Ablauf der Live-Sendung. Das Thema der Sendung lautete „Kriegsgefahr in Europa – ist Putin noch zu stoppen?“ Günther Jauchs Gäste waren Ursula von der Leyen, Erhard Eppler, Fritz Pleitgen, Marina Weisband und Klaus-Helge Donath.
Am zweiten Tag wurden die „Berliner Unterwelten e. V.“ in Augenschein genommen. Dabei handelt es sich um eine Gesellschaft zur Erforschung und Dokumentation unterirdischer Bauten. Es gibt eine Fülle von Themenführungen unter den Straßen von Berlin. Der Eingang erfolgt im Treppenbereich des Untergrundbahnhofs Gesundbrunnen. Die Besucher aus Seesen hatten sich für die Tour 1 – „Dunkle Welten“ entschieden. Zu erleben ist hier ein Luftschutz-Untergrundsystem, das in Verbindung mit den Kriegsvorbereitungen des Zweiten Weltkriegs unter den Straßenzügen von Berlin entstanden ist. Dieses Thema in seiner Vielfältigkeit wird einem erst bewusst, wenn man sich heute unter den Straßen befindet und sich nur mit dem Lärm von U-Bahnen, Autos und Abwassersystemen auseinandersetzen muss. Ein Szenario eines Fliegerangriffs sich vorzustellen, mit der räumlichen Enge, der verbrauchten Luft, einer Überbelegung von Schutzsuchenden, ist kaum vorstellbar. Die Ausstellung von Kriegsgeräten wie Bomben, Granaten, Waffen aller Art, verstärkt noch den Eindruck.
Der Nachmittag war für einen Besuch in der Reichstagskuppel reserviert. Da sich das Wetter von der besten Seite präsentierte, kamen alle auf ihre „Kosten“. Das Panorama von der Aussichtsplattform ist allein schon eine Reise wert, hier lässt sich eine vage Vorstellung von der Größe dieser Stadt und eine Übersicht von alter und neuer Architektur bekommen. Diese Vermischung fällt besonders im Zentrum von Berlin auf. Der Tiergarten sowie die Freiflächen im Regierungsviertel vermitteln ein Gefühl der Ausgewogenheit an Stadt- und Naturflächen.
Zwischen den geplanten Führungen ergaben sich noch genügend Freiräume für die eine oder andere Shopping-Tour oder dafür, Ruhe und Entspannung bei einem guten Essen zu finden. Am späten Nachmittag wurde schließlich wieder die Heimreise angetreten.