Von Germanen und Römern

„Geschichtsunterricht“ mit Dr. Dieter Ahlswede – der ehemalige Lehrer gab jetzt beim Freundeskreis Städtisches Museum Einblicke in die Zeit der Römer und Germanen in der Zeit um Christi Geburt. Foto: Orend

Spannender Ausflug in die Historie mit Dr. Dieter Ahlswede im Städtischen Museum

Von den leidvollen Kämpfen im Germanenland in der Zeit um Christi Geburt berichtete jetzt Dr. Dieter Ahlswede, ehemaliger Geschichtspädagoge am Roswitha-Gymnasium in Bad Gandersheim, im Städtischen Museum in Seesen. Eingeladen hatte dazu der Freundeskreis Städtisches Museum.

Die Römer, so wusste Dr. Ahlswede zu berichten, unterwarfen die Germanen mit großen Heeren bis der Provinzherr Varus von dem Cherusker Armin in die Falle bei Kalkriese gelockt wurde. Das schien das Ende der Römerherrschaft in Germanien zu sein. Doch die Römer kamen mit neuen Legionen, dass Gebiet zwischen Rhein und Weser wurde Römische Miltärprovinz und behielt diesen Status etwa 200 Jahre.
Dann kam der Limes, der von etwa 100 bis 260 eine etwas durchlässige Grenzsicherungsanlage war, mit der Römer und Germanen mit beidseitigem Gewinn leben konnten.
Die Kämpfe am Harzhorn im Jahr 235 wurden auch etwas dargestellt. Es handelte sich um eine Auseinandersetzung zwischen Germanen und dem Soldatenkaiser Maximinus Thrax, der von einem Rachefeldzug aus dem Gebiet von Elbe und Saale zurückkehrend am Harzhorn den Weg versperrt fand und mit seinem Heer von Germanen bedrängt wurde.
Die Germanen wollten offensichtlich Beute machen, was ihnen auch an manchen Stellen gelang. Durch den Wald zogen die Römer schließlich ab, vielleicht sogar in verschiedene Richtungen. Eine verlorene römische Pionieraxt mit Inschrift und eine germanische Lanze mit Verzierung gehören zu den herausragenden archäologischen Fundstücken.