Von Straßen und Plätzen in Seesen

Horst Scheerer zu Gast bei der Monatsversammlung des Hausfrauenbundes im Altenzentrum St. Vitus

Horst Scheerer war am Donnerstag Gast bei der jüngsten Versammlung der Seesener Hausfrauen. Die 1. Vorsitzende Sigrid Ahlswede konnte dazu auch diesmal zahlreiche Mitglieder und einige Gäste begrüßen. Es sei bald schon Tradition, dass Horst Scheerer im Februar zu den Hausfrauen kommt und von Alt-Seesen berichtet.

Zunächst aber erfolgte ein kurzer Rückblick auf den Monat Januar. Die Fahrt zum Spanferkelessen beim Zwetschenkreuger, und anschließender Besichtigung des Schnarchmuseums sei ein voller Erfolg gewesen. Das Spanferkel war lecker und das Kaffeetrinken mit den Torten haben alle begeistert.
Am 26. Februar startet dienächste Fahrt nach Hannover zu einer Sitzung des Niedersächsischen Landtages. Es sind noch einige wenige Plätze frei. Wer noch mitfahren möchte, muss sich bis spätestens Montag, 10. Februar bei Sigrid Ahlswede, Telefon (05381) 2801 oder Elfi Simon, Telefon (05381) 5112 anmelden. Die Abfahrt dafür ist um 8 Uhr ab Hochhaus, 8.05 Uhr St. Vitus, 8.10 Uhr Waisenhausstr. und um 8.15 Uhr ab Bahnhof.
Für die Junifahrt nach Kärnten sind ebenfalls noch einige Plätze frei. Auch dafür nehmen Sigrid Ahlswede oder Elfi Simon Anmeldungen entgegen.
Das nächste Treffen des Handarbeitskreises findet am Donnerstag, 20. Februar, um 15 Uhr im Altenzentrum St. Vitus, statt.
Referent Horst Scheerer berichtete im Anschluss über „Straßen und Plätze in der Kernstadt Seesen – gestern und heute“.
Scheerer zeigte eine Karte, die um 1300 entwickelt wurde. Damals gab es in Seesen die Unterstadt, die Burg und die Neustadt. In Seesen gab es viel Wasser, die Schildau zog sich durch die ganze Stadt. Es gab 21 Brücken und Stege.
Innerhalb der Stadt gab es keine Straßennamen, sondern Flurbezeichnungen. Die Fernstraßen hatten keinen offiziellen Namen, sondern wurden Heer- und Handelsstraßen genannt.
Die eigentlichen Straßennamen haben sich erst später entwickelt, ab 1753 gab es nähere Bezeichnungen und Namen. Im Jahre 1521 gab es in Seesen zwhn Straßen, im Jahre 1910 bis 1911 gab es bereits 36 Straßen und es wurde ein Einwohnerverzeichnis erstellt. Ab 1873 hatte jede Straße einen Namen.
Heute gibt es 154 Straßen in Seesen. Die Namen der Straßen sind der allgemeinen Entwicklung Deutschlands angepasst. Sie werden nach Städten, Dichtern, Musikern oder in Seesen auch nach den Ostgebieten benannt. Horst Scheerer nannte auch viele Straßen in Seesen, die umbenannt wurden, zum Beispiel die Adolf-Hitler-Straße oder die Straßen „Am Grefeke“, „Am Landesbahnhof“, „Am Wege nach der Ziegelhütte“, „Auf der Wäschebank“ und noch viele andere. Einige der Anwesenden war der alte Name noch bekannt und wussten die heutige Bezeichnung.
Sigrid Ahlswede bedankte sich bei Thorsten Scheerer für den informativen und spannenden Nachmittag. Die nächste Versammlung des Hausfrauenbundes findet am Donnerstag, 6. März, statt. Dann berichtet Heidi Büngeler über „Chemiefaser, ein Mittel zur Bewältigung der Umweltprobleme“.