Von witzig bis komisch

Am Donnerstagabend brillierte das Orchester beim diesjährigen Neujahrskonzert in der St.-Andreas-Kirche. Das Motto: „Buffo“.

Mit „Buffo“ gab das Göttinger Symphonie-Orchester dem „Beobachter“-Neujahrskonzert 2016 eine Wendung

Wann kann man von einer Tradition sprechen? Im Fall des Neujahrskonzert, zu dem der Seesener „Beobachter” einlädt, dürfte so langsam von einer Tradition die Rede sein, denn immerhin war das Göttinger Symphonie Orchester auf Einladung der Seesener Tageszeitung bereits zum zehnten Mal in Seesen, feierte am Donnerstagabend mit dem Programm „Buffo” somit gewissermaßen Premiere. Das ließ auch „Beobachter”-Verlagsleiter Bernd Voß nicht unerwähnt, der zu Beginn die Begrüßung sprach und am Ende nach langem Applaus ein Präsent an den GSO-Dirigenten Christoph-Mathias Mueller überreichte.
Inspirierend und abwechslungsreich sind die Konzerte des Göttinger Symphonie Orchesters seit Jahren. Am Donnerstag kam das Seesener Publikum wieder in den Hörgenuss dieses Ensembles.
Mit ihrem Motto „Buffo“ gab das Orchester der Veranstaltung in diesem Jahr eine ganz neue Wendung. Unter dem Namen „Buffo“ präsentierten die Göttinger Symphoniker ein abwechslungsreiches Programm. Der Begriff kommt aus dem italienischen und bedeutet übersetzt witzig oder komisch. Deutschlandweit wird die Oper des 18. und frühen 19. Jahrhunderts als „Opera buffa“ bezeichnet. Bekanntestes Werk ist der „Babier von Sevilla“ von Gioachino Rossini.
In Seesen präsentierte das Symphonie-Orchester daraus die Ouvertüre. Auch in vielen anderen Werken sind diese Elemente enthalten. So unter anderem in den Tänzen der beiden Strauss-Brüder, wie in der „Harlekin-Polka“ von Josef Strauss. Aber auch in der Walzer-Folge „Ich lach!“ von Carl Michael Ziehrer. Letzterer war schärfster Konkurrent der beiden Strauss-Brüder. Auch diese beiden Stücke spielte das Symphonie-Orchester.
Zudem durfte sich das Publikum über den Auftritt des hochdekorierten slowenischen Klarinettisten Blaž Šparovec freuen. Als Virtuose und Spaßmacher präsentierte er sich und beschloss schließlich das Neujahrskonzert.
Die rund 350 Gäste in der ausverkauften St.-Andreas-Kirche ließen das GSO natürlich nicht ohne Zugabe gehen. In der Pause gab es im Kirchenzentrum Sekt und Knabbereien und Dirigent Christoph-Mathias Mueller zeigte sich beim Plausch mit Verlagsleiter Bernd Voß, die Volksbank-Repräsentanten Wolfgang Keunecke und Hartwig Schlange und auch Propst Thomas Gleicher bestens aufgelegt.

Das Neujahrskonzert 2017 findet am 12. Januar statt
Noch am Abend gab Bernd Voß den Termin für das Neujahrskonzert 2017 bekannt, schließlich sind die Symphoniker aus Göttingen heiß begehrt und Termine müssen frühzeitig gebucht werden. Dementsprechend wurde festgelegt, dass das Konzert im kommenden Jahr am Donnerstag, 12. Januar, in der St.-Andreas-Kirche stattfindet.