Vorfreude auf die Reise ins Mittelalter steigt

Zum ersten Mal dabei: die Windhunde.
 
Das Highlight beim Sehusafest ist die Sage vom Silberhohl.

40. Ausgabe des Sehusafestes wird am ersten Septemberwochenende gefeiert

Wenn in Seesen Tillys Truppen ihr Lager aufschlagen, Ritter mittelalterliche Schwertkämpfe ausüben und die Schutten die große Steinschleuder für den Kampf fertig machen, dann ist wieder Zeit für das größte Historienfest Norddeutschlands.
Beim jährlichen Sehusafest lassen die Seesener ihre Ahnen auferstehen und zeigen in spektakulären Bildern und Szenen die Geschichte ihrer Stadt – so wird es auch in diesem Jahr wieder sein. Am Sonnabend, 6. September, und Sonnntag, 7. September, findet das 40. Sehusafest statt. Schon seit 1975 wird es am ersten Wochenende im September gefeiert.
Über 1000 Bürger zeigen dann wieder in stilechten Gewändern in Spielen und Tänzen geschichtlich belegte Szenen aus Seesens Vergangenheit. Das Sehusafest umfasst eine Zeitspanne vom Mittelalter bis zum Rokoko und ist somit als größtes Historienfest einmalig in Norddeutschland.
Zigtausende Besucher dürfen sich dabei auf Altbekanntes freuen. So wird auch in diesem Jahr der große Historische Markt genauso wenig fehlen, wie das Mittelalterkonzert mit der Szenegröße Cultus Ferox und den Lokalmatadoren von Pestilenzia. Als weitere Bands werden Donnertrumel und Wolgemut auftreten.
Und auch Theaterfreunde werden bei der beliebten Freilichtaufführung „Die Sage vom Silberhohl“ vor einmaliger historischer Kulisse wieder voll auf ihre Kosten kommen.
Doch es gibt auch Neuerungen: Mitglieder des Seesener Historienvereins, der die Veranstaltung wieder auf die Beine stellt, bauten in diesem Jahr das Tor neu, welches Tilly im Dreißigjährigen Krieg angriff (der „Beobachter“ berichtete darüber in seiner gestrigen Ausgabe).
Zum ersten Mal wird durch eine Gruppe die Jagd zur Rokoko-Zeit mit Windhunden demonstriert. Einen besonderen Höhepunkt wird am ersten Festtag um 16 Uhr eine echte Doppelhochzeit von Landsknechten darstellen.
Los geht es am Samstag, 6. September, um 12 Uhr mit einem Auftritt der Mittelalterband Pestilenzia, um 13 Uhr werden die Windhunde ihren ersten von vier Auftritten haben. Um 14.30 Uhr folgt mit den Schlachtszenen aus dem Dreißigjährigen Krieg ein Höhepunkt des Tages, ehe später am Abend um 20.30 Uhr eine feierliche Eröffnung auf der Freilichtbühne folgt.
Der Sonntag, 7. September, wird dann um 11 Uhr mit Schlachtszenen des Dreißigjährigen Krieges begonnen, um 14 Uhr folgt der traditionelle historische Festzug in der Innenstadt, zahlreiche Veranstaltungen schließen sich an, ehe der Nachtwächter um 20 Uhr das Sehusafest für beendet erklären wird.
Erfreut zeigte man sich in diesem Jahr darüber, dass das Fest regional am angesetzten Wochenende konkurrenzlos ist. In den letzten Jahren fand zum Beispiel das Goslarer Altstadtfest zur gleichen Zeit statt.
Unverändert bleibt im Vergleich zu den Vorjahren der Eintrittspreis – fünf beziehungsweise für Schüler drei Euro sind für einen Tag zu bezahlen. Kinder unter dem bekannten Schwertmaß haben wie gewohnt freien Eintritt. Zwei-Tages-Tickets wird es ebenfalls geben, der Preis hierfür beträgt acht Euro, Jugendliche bezahlen fünf. Erhältlich sind die Karten ab dem 25. August in allen bekannten Vorverkaufsstellen darunter natürlich auch die Geschäftsstelle des „Beobachter“.