Warum ein Kobold Lesen lernen sollte

Die neuen ABC-Schützen: Vorfreude, Nervosität und gespannte Erwartungen
 
Schulleiterin Martina Starke

In der Grundschule am Schildberg wurden 46 Erstklässler eingeschult. Für die 16 Mädchen und 30 Jungen, die als neue ABC-Schützen die Grundschule am Schildberg besuchen, war der große Tag gekommen.

Rund um das Schulgelände deutete bereits eine lange Blechlawine von parkenden Autos auf das bis auf den letzten Platz gefüllte Forum der Grundschule am Schildberg hin. Am Sonnabendvormittag durften die 46 ABC-Schützen ihren ersten Schultag erleben. In den ersten Reihen saßen wie jedes Jahr die Erstklässler, dahinter dicht gedrängt Geschwister, Eltern und Großeltern. Wer keinen Sitzplatz hatte, stand hinter den Stuhlreihen.

Sie alle wurden von Schulleiterin Martina Starke begrüßt. Es ist ein festes Begrüßungs-Ritual und die Botschaften kommen gut an bei den „Neuen“. „Mein Name ist Martina Starke und ich bin die Schulleiterin dieser Schule. Meinen Namen kann man sich gut merken, da ich nämlich ziemlich stark bin. Ich bin hier die Chefin und verantwortlich dafür, dass hier alles funktioniert und seine Ordnung hat. Aber allein schaffe ich das natürlich nicht“, erklärte sie den Erstklässlern und stellte danach alle weiteren wichtigen Personen der Schule vor.

Bevor es mit den beiden Klassenlehrerinnen Andrea Beyer (1a) und Nadja Ahrens (1b) in die Klassenräume ging, wurde von den Schülerinnen und Schülern der Klassen 3a und 3b das Theaterstück „Warum ein Kobold Lesen lernen sollte“ aufgeführt. Natürlich gab es auch dafür riesigen Applaus. „Ihr habt gerade gesehen, wie das in der Schule so abläuft. Die Kinder haben gelernt und der Kobold konnte sie nicht ablenken“, erklärte Martina Starke den Kindern. „In der Schule geht es künftig mit etwas mehr Ernst zur Sache. Die Erwachsenen sagen auch - Jetzt beginnt für euch der Ernst des Lebens - oder - Heute beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Das stimmt, aber das ist nichts schlimmes, es heißt für euch, dass ihr Neues und viel mehr lernen werdet“, fuhr Martina Starke fort. Weiter betont sie, dass Schule aber auch bedeutet, Teil einer Klasse zu sein.

„Ihr, liebe Kinder, habt Mitschülerinnen und Mitschüler und bildet eine Klassengemeinschaft. Das ist so ähnlich wie im Kindergarten mit den einzelnen Gruppen. Nur das Ihr jetzt in der Klasse 1 A oder B und jeden Tag da seid. Ihr habt dann Klassenkameraden und Schulfreunde. Und ihr werdet aber schnell merken, dass es nicht immer einfach ist miteinander auszukommen. Und ihr werdet feststellen, dass es gut tut, Hilfe von einem Klassenkameraden zu bekommen, weil man vielleicht etwas nicht verstanden hat oder aber vergessen hat. In der Schule muss man mit vielen, für euch noch recht fremden Menschen auskommen. Auch mit Kindern, die man nicht so mag. Wisst ihr noch wie es im Kindergarten war, wenn man mal Streit hatte? Gemein sein, sich zu streiten bringt nichts, sich zu hauen schon gar nichts. Aber ich verspreche euch, ihr werdet auch ganz schnell neue und beste Freundinnen und Freunde finden Ihr werdet euch freuen, sie jeden Tag in der Schule zu sehen und mit ihnen zu lernen. Schule soll und muss nämlich Spaß machen, “ so die Schulleiterin abschließend. Dann endlich war es soweit, und die allererste Schulstunde konnte beginnen. Danach gab es die heiß ersehnten Schultüten mit Süßigkeiten, Fibel und allem was dazu gehört. Und schließlich wurde in den Familien der Einschulungstag gefeiert.