Was ist in der Palliativmedizin möglich?

Wann? 23.04.2014 19:00 Uhr

Wo? Katholisches Pfarrheim Maria Königin, Kampstraße 1, 38723 Seesen DE
Seesen: Katholisches Pfarrheim Maria Königin |

Horizont-Hospizinitiative Seesen lädt nach Ostern zu einem Vortrag mit Dr. Gertrude Wachter ein

Was ist in der Palliativmedizin möglich? Wie viel ist nötig? Mit diesem Thema lädt die Horizont-Hospizinitiative Seesen alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus Seesen und Umgebung herzlich ein zu einem Vortrag mit Dr. Gertrude Wachter, die vielen bekannt ist als engagierte Ärztin und erfahrene Palliativmedizinerin.

Am Mittwoch, 23. April, um 19 Uhr wird Dr. Wachter im katholischen Pfarrheim Maria Königin, Kampstraße 1, im Vorfeld der jährlichen Mitgliederversammlung des Hospizvereins dazu referieren und für Fragen und Diskussion zur Verfügung stehen.
Mit dieser Thematik greift die Hospizbewegung ein immer wieder aktuell diskutiertes Thema auf: Was bedeutet „Sterben in Würde“ im Spannungsfeld zwischen aktiver Sterbehilfe und umfassender fürsorglicher Sterbebegleitung? Welche Rolle spielt die Patientenautonomie, also der Wunsch nach freier Selbstbestimmung über mein Leben bis zuletzt, und wie bestimmend und bedrängend ist die Angst vor Schmerz und Leid, die meinen Sterbeprozess bestimmen können?
Im Nachbarland Belgien verabschiedete kürzlich das Parlament ein Gesetz, das unter bestimmten Voraussetzungen Sterbehilfe auch für todkranke Kinder erlaubt. Die deutsche Stiftung Patientenschutz fordert hingegen eine EU-Initiative gegen solche Regelungen. Der ehemalige Vizekanzler Franz Müntefering warnt vor einer „hochgefährlichen“ Debatte über eine mögliche Legalisierung der Sterbehilfe, die seiner Ansicht nach Abgründe in sich berge.
Wie kann man verantwortungsvoll mit dieser sensiblen Thematik umgehen, was kann man Menschen in durch Krankheit und Angst bedrängter Situation als Unterstützung anbieten, wie kann fürsorgliche Begleitung von Sterbenden und ihren Angehörigen gelingen? Was hat die moderne Palliativmedizin zu bieten, um Schmerzen zu lindern, um Symptome wie Übelkeit und Atemnot zu kontrollieren und zu lindern, um Lebensqualität möglichst zu erhalten bis zuletzt?
Dr. Wachter wird aus ihrer täglichen Praxis und aus der aktuellen Palliativforschung berichten, was in der palliativmedizinischen Behandlung und hospizlichen Begleitung mittlerweile möglich ist (und hier hat es in den letzten Jahren große Fortschritte gegeben), was aber gegegebenfalls auch nicht mehr getan werden sollte, zum Wohle und unter Achtung der Würde der Patientinnen und Patienten.
Im Anschluss an den Vortrag sind alle Teilnehmenden herzlich zu einem kleinen Pausen-Imbiss eingeladen, bevor sich dann der offizielle Teil der jährlichen Mitgliederversammlung anschließt, in dem der Vorstand um Pfarrer Tim-Florian Meyer über das vergangene Jahr berichtet und Rechenschaft ablegt. Auch Wahlen zu drei Vorstandspositionen stehen auf der Tagesordnung. Über eine zahlreiche Beteiligung der interessierten Öffentlichkeit und der Mitgliederschaft der Horizont-Hospizinitiative Seesen würden sich der Vorstand und der Kreis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr freuen.