"Was man wirklich wissen muss ..."

Neben den Abiturienten und ihren Eltern kamen auch Freunde, Verwandte und Bekannte zur Entlassungsfeier in die Aula am Sonnenberg.
 
"Wa(h)re Bildung – oder: Was man wirklich wissen muss …": Die Gedanken zum Abitur 2014 von Schulleiter Stefan Bungert.

48 Abiturientinnen und Abiturienten des Jacobson-Gymnasiums nahmen am Freitag ihre Reifezeugnisse in Empfang. Hannah Seidig Jahrgangsbeste

Für die 28 weiblichen und 20 männlichen Abiturienten des Jacobson-Gymnasiums - darunter auch Schülerinnen und Schüler aus Hahausen und der Stadt Bockenem - endete mit der Übergabe der Reifezeugnisse im Rahmen der Entlassungsfeier die letzte offizielle Schulveranstaltung. Als Beste des Jahrgangs, mit einem Notenschnitt von 1.0, wurde Hannah Seidig gleich mehrfach geehrt. Für das beste Abitur erhielt sie aus der Hand von Schulleiter Stefan Bungert das Stipendium der Bernd-Glemser Stiftung überreicht. Außerdem gab es für die vielseitig talentierte junge Frau Preise von „young-fellows-net“, von Amazon und die „Bili. Bescheinigung“. Insgesamt 48 junge Leute nahmen in der Aula im Schulzentrum, überglücklich ihre Reifezeugnisse entgegen. Doch auch ein wenig Wehmut schwang bei den Abgängern sowie bei den Eltern und Lehrern mit.

Mit einer Anekdote aus dem Leben des großen Theologen und Pädagogen Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher, startete Oberstufenkoordinator Gerd Stegemann seine Begrüßungsrede. Er lieferte Zahlen, Daten und Fakten die verdeutlichten wie viel Zeit und Arbeit von den Abiturienten und Lehrern in der Abiturprüfungszeit aufgebracht werden mussten um das Ziel des erfolgreichen Abiturs zu erreichen. Von den 48 Abiturientinnen und Abiturienten erzielten 24 eine Zwei -, 9 sogar eine Eins vor dem Komma. „Nahezu 50 Prozent dieses Abiturjahrgangs haben ihre mündlichen P5-Prüfungen mit dem Prädikat gut und besser bestanden“, betont Gerd Stegemann.

Den Ausführungen Stegemanns schlossen sich die Gedanken des Schulleiters Stefan Bungert "Wa(h)re Bildung – oder: Was man wirklich wissen muss …" an. Er beschrieb die Inflation der Abschlüsse mit Studienberechtigung, beim Abitur und speziell bei den 1,0-Abschlüssen. Waren es in 2005 noch bundesweit 2318, verdoppelte sich die Zahl nahezu auf 4589 im Jahre 2012. Er sprach aus, dass die Schülerinnen und Schüler in dieser Zeit nicht so viel intelligenter geworden sind, aber der genannte Umstand dazu führe, dass während sich die einen darüber freuen das Abitur überhaupt bestanden zu haben, andere mit hervorragenden Ergebnissen in Tränen ausbrechen, weil sie den Wunschstudienplatz um eine Zehntelnote verfehlt haben. Weiter erklärt er, dass man auch eine 3,5 erst einmal erreichen muss, oder man leider auch immer noch die Abiturprüfung nicht bestehen kann und die 1,0 - so wie auch die anderen sehr guten Noten – keinesfalls einem einfach mal so zufliegen. Mit einem Zitat von dem berühmten Physiker Werner Heisenberg: „Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn man alles vergessen hat, was man gelernt hat.“ Beendet der Schulleiter seine Gedanken zum Abitur.

Neben den Grußworten der Schülerschaft (Katharina Pasemann und Alexander Schneider), der Rede der Abiturientinnen und Abiturienten, den Anmerkungen zum Abiturjahrgang 2014, vorgetragen durch die Mentoren Rene Kürbitz und Dennis Thiel, gab auch die Elternschaft ihre Visitenkarte ab. Kerstin Probst, Vorsitzende des Schulelternrates, überbrachte die besten Glückwünsche des Elternrates zum Abitur und übermittelte alles Gute für die Zukunft.

Auch besondere Leistungen wurden neben der Ausgabe der Abiturzeugnisse gewürdigt. Ausgezeichnet im Fachbereich Mathematik wurden Luisa Meyer und Chris Nguyen. Im Fachbereich Physik: Daniel Szafranski, Michael Patrick und Alexander Drat. Im Fachbereich Chemie: Luisa Mayer, Vivien Geisler, Sophie Hartung und Daniel Szafranski. Im Fachbereich Musik: Hannah Seidig, sowie von der Jacobson-Stiftung: Klara Nußbaum. Für den Sanitätsdienst Jan Flüg und Robert Brüning. Bili. Bescheinigungen gingen an Fabienne Engel, Max Geudert, Chris Nguyen, Klara Nußbaum und Hannah Seidig. Für die musikalische Umrahmung der Feierlichkeiten in der Aula des Schulzentrums sorgte Nicole Barnert am Klavier mit Stücken von Christian Sinding und Milan Dvorak - "Frühlingsrauschen" und "Jazz-Etude". Im Anschluss an die Entlassungsfeier baten die Abiturientinnen und Abiturienten zum Sektempfang in das Foyer der Aula.