Weber über Wulff: Jetzt darf nichts mehr kommen

Landesbischof äußert sich zur Affäre

Seesen / Braunschweig (epd). Angesichts der Kredit- und Anruf-Affäre von Chris­tian Wulff sieht der braunschweigische Landesbischof Friedrich Weber (Foto) den Bundespräsidenten künftig mit besonders hohen Ansprüchen konfrontiert. „Jetzt darf nichts mehr kommen“, sagte der evangelische Bischof. Das Fernseh­interview des Bundespräsidenten vom Mittwochabend kommentierte Weber mit den Worten: „Als Bürger geht es einem an den Nerv, so etwas sehen zu müssen. Mein erster Gedanke war: Was für ein Jammer, dass so ein Gespräch überhaupt nötig ist.“ Er habe die Situation als „unwürdig“ empfunden. Besser wäre ein Gespräch über wichtige Themen wie Integration und die Bankenkrise gewesen. Der Landesbischof sagte aber auch, Wulff habe sich „jetzt zumindest ordentlich erklärt“.