Wegen schwerer Brandstiftung angeklagt

Mutmaßlicher Täter muss sich ab dem 23. April vor dem Landgericht Braunschweig verantworten

Vor dem Landgericht in Braunschweig wird am Montag, 23. April, das Verfahren gegen einen 31-jährigen Mann aus dem Stadtgebiet Seesen eröffnet. Dem 31-jährigen Angeklagten, der sich seit seiner Festnahme am 1. Dezember in dieser Sache in Untersuchungshaft befindet, wird laut Anklageschrift eine schwere Brandstiftung vorgeworfen.
Der Angeklagte sei alkoholabhängig gewesen und habe in erheblich alkoholisiertem Zustand (2,32 Promille) im Stadtzentrum von Seesen in einem aus Fachwerk bestehenden Scheunenanbau eine Kinderkarre mit einem Feuerzeug in Brand gesetzt. Dabei habe der Angeklagte, der bereits mehrfach wegen Brandstiftung verurteilt worden ist um die Gefahr eines derartigen Feuers gewusst und zumindest billigend in Kauf genommen, dass sich das von ihm gelegte Feuer auf die Scheune und das dazugehörige Wohnhaus des Geschädigten ausweiten und eine erhebliche Gefahr für darin befindliche Personen bedeuten könnte. Der Angeklagte habe nach dem gelegten Feuer den Anbau verlassen. Der „Beobachter“ hatte über das Geschehen bereits ausführlich berichtet.
Infolge des Feuers sind drei in der Scheune abgestellte Kraftfahrzeuge (ein Lkw-Transporter sowie zwei Pkws) und das Gebäude selbst in Brand geraten. Dadurch sei der gesamte Dachstuhl des Bauwerkes komplett zerstört worden. Der Sachschaden belief sich auf rund 100.000 Euro. Aufgrund der frühzeitigen Entdeckung des Feuers und eines Großeinsatzes der Feuerwehr war es nicht zu weiteren Sach- und Personenschäden gekommen. Fortsetzungstermine wurden auf den 25. Apirl und 3. Mai festgesetzt.