Weihnachtsstern im Kirchturm

An St.-Johannes-Kirche Gittelde kommt ausgeklügelte Seiltechnik zum Einsatz / Initiator Klaus Kowald übergibt Spende

Dass alle Jahre wieder und nunmehr seit acht Jahren im Turm der St.-Johannes-Kirche zu Gittelde in der Adventszeit der Weihnachtsstern erstrahlt, ist maßgeblich dem Engagement von Klaus Kowald zu verdanken.

Der zog Ende 2004 nach Gittelde, und beim Anblick des Kirchenturms kam ihm ein Gedanke, der ihn fortan nicht mehr loslassen sollte: Wie schön wäre es doch, wenn während der Advents- und Weihnachtszeit ein heller Stern von diesem Turm leuchten würde. Ein Stern, der den Menschen – hier im Ort und darüber hinaus – ein weithin sichtbares Zeichen auch dafür sein könnte, dass über dieser Jahreszeit ein besonderer Glanz und eine besondere Verheißung des Himmels liegen.
Mit seiner Idee machte sich der Gittelder Neubürger auf den Weg zum Kirchenvorstand und stieß damit auf große Resonanz. Und so machte sich Klaus Kowald alsbald ans Werk und fertigte den Gittelder Weihnachtsstern an, der übrigens einen stolzen Durchmesser von 1,10 Meter hat. Daraufhin wurde die nötige Elektrik im Turm installiert, und rechtzeitig zum 1. Advent 2005 konnte der neue Himmelskörper erstmals in den 26 Meter hohen Turm der St.-Johannes-Kirche gebracht werden – und zwar durch eine ausgeklügelte Seiltechnik von außen.
Als infolge mehrerer Sicherheitsbegehungen durch zuständige Fachleute des Landeskirchenamtes im Jahr 2011 festgestellt wurde, dass der Aufstieg in den Kirchenturm im derzeitigen baulichen Zustand aus Sicherheitsgründen nur noch Fachleuten zu gestatten ist, stand der Kirchenvorstand vor der großen Frage, wie man die Anbringung des Weihnachtssterns trotzdem gewährleisten könne. Denn für alle Beteiligten stand fest, dass man den mittlerweile zur lieben Tradition gewordenen Stern nicht mehr missen wollte, und dass der Gedanke an eine Advents- und Weihnachtszeit ohne seinen freundlich hellen Gruß vom Kirchenturm her ein doch allzu trüber und dunkler war.
Der Kirchenvorstandsvorsitzende Gerhard Meier schlug vor, Fachleute zu beauftragen, die unter Verwendung zugelassener Sicherheitstechnik die Arbeiten im Turm erledigen können. Und so fasste der Kirchenvorstand den Beschluss, eine Bedachungsfirma in die Installation des Sterns mit einzubinden. So kam auch unter Anleitung von Klaus Kowald in diesem Jahre wieder die ausgeklügelte Seiltechnik zum Einsatz, und der Stern wurde mit vereinten Kräften in den Kirchenturm gezogen.
Um sicherzustellen, dass er auch in den nächsten Jahren zur vorweihnachtlichen Freude der Gittelder Bevölkerung erstrahlen kann, hat sich Klaus Kowald im November erneut auf den Weg zum Kirchenvorstand gemacht. Im Namen und im Sinne seiner Familie überreichte er Pfarrerin Melanie Mittelstädt und dem KV-Vorsitzenden Gerhard Meier ein vorweihnachtliches Geschenk für die ganze Kirchengemeinde, nämlich eine großzügige Spende – zweckgebunden für den St.-Johannes-Stern. Mit dieser Spende sollen die jährlich anfallenden Kosten, die durch die zusätzliche Einbindung einer Bedachungsfirma entstehen, ausgeglichen werden. Dass an diesem Abend auch in den Augen der Kirchenvorsteher ein helles Leuchten lag und Klaus Kowald in lauter strahlende Gesichter blicken konnte, dürfte niemanden verwundern...