Weiße Ostern: Osterfeuer am Grefekebruch trotz Kälte und Schnee

Trotz des kühlen Wetters war das Osterfeuer am Grefekebruch gut besucht. Die Plätze direkt vor dem Ostermeiler waren sehr begehrt.

Schnee, Glühwein und Osterfeuer - in dieser Zusammensetzung wurde der Ostermeiler am Grefekebruch selten angezündet. Hunderte Besucher verfolgten am Sonntagabend das Spektakel am Grefekebruch bei Gesprächen, Glühwein, Bier und Bratwurst.

„Entgegen aller Gerüchte, Vermutungen und Annahmen: das Osterfeuer der DPSG Seesen FINDET STATT!“, diesen Satz konnte man noch am Vortag mehrmals bei Facebook im Internet lesen. Sagte doch die Feuerwehr Seesen das eigene Osterfeuer auf dem Sonnenberg auf den letzten Drücker noch ab, fürchtete man, dass auch dem Feuer am Grefekebruch dasselbe Schicksal drohen könnte. Doch bei der Pfadfinderschaft St. Georg war man bestens vorbereitet und die alte Tradition wurde wie angekündigt am Sonntagabend fortgeführt. Auch die Besucher fanden in diesem Jahr den Weg zum Osterfeuer auch wenn es deutlich weniger, als in den Vorjahren waren. Schon vor Einbruch der Dämmerung, sicherten sich die ersten Besucher gute Plätze nahe dem späteren Feuer.

Mit Einbruch der Dunkelheit wurde das Feuer im Inneren des Ostermeilers entzündet. Zahlreich verfolgten die Seesener das rege Treiben rund um das Osterfeuer. Für das leibliche Wohl wurde bestens gesorgt. Insbesondere die kleinen Ostermeiler-Besucher waren stolz auf ihre Fackeln. Die Großen nutzten das gemütliche Ambiente für kleine "Glühwein-Gespräche" am Feuer. Vor allem die Mischung aus Gesprächen, Feuer, Essen und Trinken zieht alljährlich die Menschen auf den Grefekebruch. Das „Anzünde-Prozedere“ ist wie immer ein Spektakel und der durch diese Technik entstehende Rauch zu Beginn, ist ein echter Hingucker. Wie es sich für ein zünftiges traditionelles Osterfeuer gehört erhob sich eine gewaltige Rauchwolke in den Himmel und die Funken flogen durch die kalte Nacht.

Ein gewöhnungsbedürftiges Osterfest mit Schnee und Kälte, war es schon, dieses Jahr. Die Kinder am Osterfeuer störte es wenig, viele hatten noch ihre Schneeanzüge an und vergnügten sich mit ihren Fackeln im Schnee. Trotz der niedrigen Temperaturen verweilten die „härtesten“ Besucher bis tief in die Nacht.